Land ist Leben in Nord und Süd

Mit dem Projekt „Land ist Leben in Nord und Süd - global nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungswende“, wird das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW in Kooperation mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Nordwalde einen weiteren Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten, hier vor Ort im Münsterland und mit Partner*innen in Simbabwe und Namibia.

Einladung zur Veranstaltung am 11. Juni (Online)

Miteinander reden - Den Wandel in der Landwirtschaft gemeinsam gestalten

Unter diesem Motto läd das Team des Projekts "Land ist Leben" zu einer Online-Diskussion ein.
Die Einführung hält Prof.em. Dr. Gottfried Orth, ein ausgewiesener Experte für gewaltfreie Kommunikation und Mitglied im Team des ORCA-Instituts für Konfliktmanagement und Training. Er lehrt Ev. Theologie und Religionspädagogik an der TU Braunschweig.   

Die Details zur Veranstaltung und das Programm finden Sie hier.

"Land ist Leben" - Statement zur Schirmherrschaft

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ein Gebot unserer christlichen Schöpfungsverantwortung. Das setzen wir um, indem wir uns in unserer ländlichen Region für veränderte Produktionsbedingungen und Vermarktungsstrategien in der Landwirtschaft einsetzen und mit unseren kirchlichen Partnern im südlichen Afrika an konkreten Projekten arbeiten, die in ökologischer und ökonomischer Hinsicht Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit fördern.
Andre Ost
Superintendent Ev. Kirchenkreis Tecklenburg

"Land ist Leben" - Gedanken zur Schirmherrschaft

Viele Menschen teilen heute ein Unbehagen über unser globales Wirtschaften und Konsumieren. Wir verbrauchen zu schnell zu viel und hinterlassen unseren Nachkommen eine geschädigte, ausgeplünderte Welt. Wir ahnen und wissen es längst, dass das nicht mehr endlos so weitergehen kann. Und sind doch gefangen in übermächtigen globalen Wirtschaftszyklen, die uns als einzelne Konsumenten und sogar als Kirchen machtlos erscheinen lassen.
Aber das sind wir nicht. Es gibt Möglichkeiten, gegen den scheinbar unaufhaltsamen Trend neue Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften zu denken und zu erproben. Dass die globale Verantwortungs-Perspektive eine regionale Wertschöpfung keineswegs schwächt, sondern geradezu stärken kann, finde ich dabei besonders spannend.
Gern halte ich daher als Schirmherr den „Schirm“ über die Projektidee „Land ist Leben in Nord und Süd“. Umso mehr, da „unsere“ Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde im Münsterland ein zentraler Ort für dieses „Zukunftslabor“ sein wird.
Joachim Anicker
Superintendent des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken

Statement Dechant Dr. Jochen Reidegeld zur Schirmherrschaft

Ich habe gern die Schirmherrschaft für das Projekt „Land ist Leben“ übernommen, weil mich der Ansatz des Dialogs überzeugt. Nur im gemeinsamen Gespräch von Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, die sich in Umweltschutzverbänden engagieren und die in den kirchlichen Gremien Verantwortung tragen kann eine Nutzung, Bewirtschaftung und Pflege des kirchlichen Landes erfolgen, die die Schöpfung bewahrt und zugleich den bäuerlichen Betrieben ein Auskommen ermöglicht.
Dieser dialogische Ansatz kann zugleich Vorbild sein für andere gesellschaftliche Fragen und Prozesse. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass die Gesellschaft kein Servicebetrieb ist, sondern daraus lebt, dass wir sie gemeinsam gestalten.
Ich wünsche allen am Projekt Beteiligten diese innere Offenheit, die Bereitschaft zuzuhören und Gottes Segen!
Dr. Jochen Reidegeld
Kreisdekanat Steinfurt, Bistum Münster

Elemente des Projekts

Das Projekt umfasst die Themen:

  • Regionale Produktion
  • Wertschöpfung
  • Bildung und Umweltkommunikation
  • Solidarität in Nord und Süd.

Kreislaufwirtschaft

Vielfalt in bäuerlichen Betrieben – alternative Lebensmittelproduktion
Kreislaufwirtschaft und Vielfalt in bäuerlichen Betrieben und alternative Lebensmittelproduktion werden gestärkt.
Das Wissen über die regionale, saisonale Lebensmittelproduktion und deren Bedeutung im Kontext der weltweiten Ernährungssicherung ist verbessert und die Kaufbereitschaft für regional erzeugte, qualitätsvolle Produkte wird gestärkt.
Das soziale Klima und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Landwirt*innen, Neubürger*innen, Vereinen, Umweltverbänden und Altbürger*innen) in der Projektregion wird durch eine friedliche Dialogkultur positiv verändert.

Regionale Wertschöpfungsräume

Regionale Wertschöpfungräume werden gestärkt

  • Produzenten*innen, Verarbeiter*innen und Vermarkter*innen (Lebensmitteleinzelhändler*innen) haben Konzepte zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten durch Informations– und Beratungsveranstaltungen kennengelernt.
  • Organisationen, die im Bereich der regionalen Wertschöpfung und Nahversorgung aktiv sind, wie z.B. Regionalwertaktiengesellschaften Ernährungsräte und andere, werden zu Informationsveranstaltungen und Erfahrungsaustausch eingeladen und werden zukünftige Partner der Plattform und ihrer Mitglieder.
  • Kirchengemeinden konsumieren auf Freizeiten, Gemeindefesten und Sitzungen regionale Lebensmittel.


Bildung und Umweltkommunikation

  • Seminare, Bildungsveranstaltungen und Exkursionen tragen dazu bei, das Wissen und das Bewusstsein bei Jugendlichen und Multiplikator*innen für die Notwendigkeit eines persönlichen nachhaltigen Konsum- und Lebensstiles zu stärken.
  • Die Jugendlichen sind Multiplikator*innen und „Role Models“ und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung und Erreichung der Klimaziele in Kirche und Gesellschaft.

Übernahme weltweiter Verantwortung mit den Partner*innen im Süden

Gartenarbeit in Namibia

Regelmäßiger, digitaler Austausch mit den Partnern in Namibia und Simbabwe zu Themen wie global nachhaltige Landwirtschaft – gesunde Ernährung und Klimawandel.

 

 

Allgemeine Projektinformationen

Kooperationspartner
Verein für Evangelische Jugendpflege e.V., Träger der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde, Bispingallee 15, 48356 Nordwalde
www.jubi-nordwalde.de

Projektträger
Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG), Iserlohner Straße 25, 58239 Schwerte
www.institutfuerkircheundgesellschaft.de

Projektkoordination:
Dirk Hillerkus

Projektpartner

  • Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen
  • Deutsch-Simbabwische Gesellschaft
  • Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit Kreis Steinfurt
  • NABU- Kreisverband Steinfurt
  • Katholische Landvolk Bewegung
  • Regionalbewegung NRW
  • Wie wollen wir Leben e.V.
  • Amt für Wirtschaftsförderung Kreis Steinfurt
  • Amt für Mission Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EKvW
  • Direkthof Beckmann - Steinfurt
  • Evang. Jugendarbeit im Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken


Förderer
Evangelische Kirche von Westfalen - Leitungsebene Ökumene
www.evangelisch-in-westfalen.de

Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen
www.sue-nrw.de

Kontakt

Dirk Hillerkus
Tel. 02304 755 334
mobil 0160 99806507

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