Newsletter Juli 2017

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

mit diesem Newsletter mit Berichten und Informationen aus unserer Arbeit verabschieden wir uns in die Sommerpause. Politisch spannende Zeiten liegen in diesem Jahr bereits hinter uns, wichtige Entscheidungen stehen auch in der zweiten Jahreshälfte an. Mit wachen Augen, Tagungen und Aktionen werden wir dies beobachten und begleiten. Nun aber wünsche ich Ihnen erholsame Ferien! Wir freuen uns darauf, Sie im September mit frischen "News" zu begrüßen.

Ihr Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Die den Sturm ernten …

Vortrag Michael Lüders. Foto: Dirk Johnen

Ev. Akademie Villigst und das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung laden den Nahostexperten Michael Lüders ein.

Birgit Weinbrenner

Seit sechs Jahren erreichen uns Nachrichten vom Krieg in Syrien. Die Dimension des menschlichen Leids, dem die Bevölkerung ausgesetzt ist, ist unerträglich. Warum konnte es bisher nicht gelingen, den Krieg zu beenden? Sucht man nach Hintergründen für den Syrienkonflikt, so beginnen die Erklärungen in der Regel mit dem arabischen Frühling 2010/2011.

Der Politik-, Islamwissenschaftler und Journalist Michael Lüders hingegen geht dabei in die vierziger und fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Auf der gemeinsamen Veranstaltung der Ev. Akademie Villigst und MÖWe beginnt Lüders mit einer Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse in Syrien. mehr ...

NRW-Koalitionsvertrag

Foto: VRD, Fotolia.de

NRW-Koalitionsvertrag missachtet internationale Arbeitsrechte und Umweltstandards beim öffentlichen Einkauf

Die neue NRW-Landesregierung plant, die Regelungen zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards – festgelegt im Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG) – wieder abzuschaffen. 23 Organisation und nachhaltige Unternehmen, Mitglieder des Bündnisses für öko-soziale Beschaffung in NRW – kritisieren diese Entscheidung und fordern die neue Regierung auf, weiterhin an dem Gesetz festzuhalten. Zu den Unterzeichnern der Forderung gehört auch das Institut für Kirche und Gesellschaft.

Hier finden Sie die vollständige Pressemittteilung dazu.

Dialog mit Landwirten

(v.l.): Michael Bertelt, KK Hamm; Uli Schmid und Volker Jeck, KGM Unna-Lünern; Michael Wegers, KK Tecklenburg. Foto: Volker Rotthauwe

Evangelische Kirche von Westfalen intensiviert den Dialog mit Landwirten

Eine Handreichung mit Kriterien zur Verpachtung von Kirchenland unterstützt die Annäherung und Vertiefung des Dialogs. In einer zweijährigen Vorlaufphase fanden drei Runde Tische "Kirche und Landwirtschaft" mit insgesamt über 200 Vertretern aus Landwirtschaft und anderen gesellschaftlichen Gruppen statt.
Ziel war und ist es, dass durch die Handreichung jede Gemeinde im Dialog mit den Landwirten zu transparenten und begründeten Entscheidungen kommt, in der die ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien einer Verpachtung sorgfältig abgewogen sind.
Das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW hatte jetzt eine Expertengruppe aus Verwaltungen mehrerer Kirchenkreise Westfalens, aus Kirchengemeinden und Ausschüssen eingeladen. Es ging darum, die Erfahrungen vor Ort auszutauschen und sich zu vernetzen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, waren sich alle Beteiligten einig.

Die Handreichung steht als Download zur Verfügung.

Gedruckte Exemplare bestellen bei:
Kathrin van Meegen
E-Mail: kathrin.vanmeegen@kircheundgesellschaft.de

Umweltbeauftragte besuchten Landesgartenschau

Foto: Oliver Claes, EKvW Umweltreferat

Artenvielfalt stand im Mittelpunkt des Treffens der Umweltbeauftragten der Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Aus Anlass der Landesgartenschau fand die Sitzung im Evangelischen Gemeindehaus in Bad Lippspringe statt. Die rund 20 Teilnehmenden unternahmen eine Exkursion zum Gelände der Gartenschau und besuchten dort auch den Interreligiösen GlaubensGarten.
Begrüßt wurden sie von Volker Neuhoff, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. mehr ...

10.000 Euro für die Klimakollekte

Foto: Thingamajiggs, Fotolia.de

IKG kompensiert CO2-Emissionen

Das Institut für Kirche und Gesellschaft hat sich dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Im Bewusstsein der Verantwortung für Gottes Schöpfung betrachten wir die Auswirkungen des eigenen Wirtschaftens auf Mensch und Natur kritisch und bemühen uns, negative Folgen systematisch zu minimieren. Wir wollen eine Arbeitsweise realisieren, die es künftigen Generationen ermöglicht, menschwürdig zu leben und die natürlichen Lebensgrundlagen schützt. Dafür gehen wir mit gutem Beispiel und best practices für ein sozial und ökologisch glaubwürdiges, ressourcenschonendes Handeln voran. So haben wir es in unserer Umwelterklärung schriftlich niedergelegt. mehr ...

Mensch sein mit Leib und Seele

Foto: IKG

Genderwochenende im Sommer

Es sind nicht unsere Unterschiede, die uns trennen. Es ist unsere Unfähigkeit, diese Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und sie zu feiern."
Dieses Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Audre Lorde ist so etwas wie die Herausforderung der gemeinsamen Seminare von Frauenreferat und Männerarbeit.

Rollenvielfalt erleben, Geschlechterklischees überwinden, sich einüben in Toleranz für bunte, vielfältige Lebensformen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Geschlechter erkennen und feiern – darum ging es auch beim Seminarwochenende im niedersächsischen Stift Börstel am letzten Wochenende vor den Sommerferien.
mehr ...

Tipps und Termine

Die Farbe gibt den Ton an

Bild: Petra Eckhardt. Explosiv. Acryl auf Leinwand 2015

Petra Eckhardt stellt in Haus Villigst aus

In Petra Eckardts Arbeiten gibt die Farbe den Ton an. Das ist ganz wörtlich zu verstehen, denn in ihrer Bildgestaltung ist die Farbe diejenige, die den Entstehungsprozess beeinflusst, nicht die Form, das Abbild oder der Bildgegenstand. Trotz dem sind viele Arbeiten nicht gänzlich gegenstandslos. Durch Farbschichten hindurch lassen sich archetypische Formen erkennen von Booten oder ganzen Landschaften. In manchen Bilderserien setzt sie auch auf einen vielschichtigen Bilderhintergrund einzelne Gegenstände und Motive. Ihre Arbeiten wechseln auf diese Weise die Ebenen und nehmen den Betrachter mit in eine Reflexion über die Sichtbarkeit der Dinge.
Geboren in Iserlohn wurde Petra Eckardt an den Hochschulen in Siegen und Münster ausgebildet. Einige Jahre hat sie unterrichtet. Seit Ende der 1990er Jahre ist sie mit ihrem Atelier in Kamen und lebt dort sowie in Scharbeutz.

Weitere Informationen und Ansprechpartnerin
:
Kerstin Gralher
Evangelische Akademie Villigst
Tel.: 02304 755 323
E-Mail: kerstin.gralher@kircheundgesellschaft.de

Das IKG beim Reformationssommer

Quelle: r2017.org

Das Institut für Kirche und Gesellschaft ist auch mit dabei, wenn sich in Wittenberg in diesem Sommer alles um die Reformation dreht. So wirkt das IKG in der Themenwoche „Familie, Lebensformen und Gender“ vom 09. bis 14. August mit. Neben vielen weiteren Veranstaltungen wird da zum Beispiel am 10. August der Workshop „Reise durch das Genderland“ angeboten. „Theologie geschlechterbewusst“ ist der Titel des Workshops, der am 11. August stattfindet. An diesem Tag ist auch der geführte Rundgang zu den Hörstationen mit reformatorischen Ideen zum Thema Gleichstellungen geplant. „G-Code“ ist hier das Stichwort.
Die Tage vom 30. August bis 4. September tragen die Überschrift „Bewahrung der Schöpfung“. Hier zeichnet das IKG am 4. September für die beiden Workshops „Transformation in benachteiligten Stadtteilen“ und „Klimaschutz in den Kirchen“ verantwortlich.

Weitere Informationen über die Inhalte, genauen Zeitpunkte und Orte gibt es jeweils vor den Wochen unter: www.r2017.org

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Neue Ideen für Castrop-Rauxel Merklinde

Zukunftswerkstatt
09. September 2017, 10.00 - 15.00 Uhr
Vereinsheim SuS Merklinde
Fuchsweg 51, Castrop-Rauxel

Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus entwickelt das Projektteam "Nachhaltigkeit nimmt Quartier" Ideen und Anregungen für ein lebenswertes Merklinde. Bis Ende 2018 werden daraus konkrete Maßnahmen umgesetzt, die den Stadtteil attraktiver und nachhaltiger werden lassen.
Die Zukunftswerkstatt findet mit Unterstützung der Stadt Castrop-Rauxel und des Bürgervereins "Wir sind Merklinde" statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Weitere Informationen unter: www.nachhaltigkeit-nimmt-quartier.de

Westfälisch-weißrussische Woche der Freundschaft

Foto: IKG

23. September - 01. Oktober 2017
Haus Düsse, Bad Sassendorf

Die 18. Westfälisch-weißrussische Begegnungswoche findet in diesem Jahr im Tagungshaus Haus Düsse in Bad Sassendorf statt. Die Tagungswoche ist ein Angebot der Männerarbeit in Zusammenarbeit mit ihrer Partnerorganisation - dem Erholungskinderzentrum Nadeshda in Belarus. Seit 2000 findet sie jährlich im Wechsel in Belarus und in Deutschland statt. In diesem Jahr steht die Woche zum ersten Mal unter einem sozialen Motto. Nach 17 so genannten „ökologischen“ Wochen geht es um „soziale Entwicklungen und ihre Perspektiven für internationale Partnerschaft“. Es soll untersucht werden, welche Auswirkungen soziale Entwicklungen in Deutschland auf Politik, Zivilgesellschaft und Kirche in den Bereichen Bildung, Arbeit oder Gesundheit haben und wie sich die Erkenntnisse auf die Arbeit in Weißrussland anwenden lassen.
Geplant sind unter anderem ein Besuch bei der Ruhruniversität Bochum, bei den Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel oder beim Alice Salomon Berufskolleg. Auch das Projekt „Nachhaltigkeit nimmt Quartier“ wird im Rahmen der Tagungswoche vorgestellt. 22 Gäste aus Belarus werden erwartet.

Weitere Informationen:
Ralf Höffken
Tel.: 02304 755 374
E-Mail: ralf.hoeffken@kircheundgesellschaft.de

Wie bildet sich eine nachhaltige Wirtschaft?

Foto: Chinnapong, Fotolia.de

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – ganzheitlich – zukunftsfähig

28. - 29. September 2017
Haus Villigst, Schwerte

Die neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat sich der flächendeckenden Verbreitung von Wirtschaftskompetenz verschrieben. Ein hehres Ziel. Doch gibt es da ein Problem: Die heutige wirtschaftliche Bildung behandelt soziale und ökologische Nachhaltigkeit meist noch immer als „lästigen Appendix“, der nicht so recht in tradierte Denkmodelle passen will. Aber wie erreichen wir die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft, wenn die wirtschaftliche Bildung die komplexen Herausforderungen unserer Zeit nur unzureichend in den Blick nimmt oder bequem externalisiert?

Weitere Informationen und Anmeldung

Zwischen Taubenschlag und Nachbarschafts-App

Foto: Gunda von Fircks, IKG

29. - 30. September 2017
Haus Villigst, Schwerte

Wie ist das Leben in einer ehemaligen Zechenkolonie? Wie hat sich die Nachbarschaftsleben im Lauf der Jahre verändert? Sind an diesen Orten Geschichte und Gegenwart im Gespräch? Ist das „moderne Quartier“ geprägt von der Zechensiedlung, kann es von ihr lernen? Diesen Fragen geht die Tagung "Zwischen Taubenschlag und Nachbarschafts-App!" nach.

Weitere Informationen und Anmeldung

Theologie geschlechterbewusst

Foto: Sergey Nivens, Fotolia.de

Erfolgreicher Auftakt des Fernstudiums Theologie
Zweiter Durchgang startet im März 2018

Informationsveranstaltung
06. Oktober 2017, 18.00 - 21.00 Uhr
Tagungsstätte Soest

Im September 2016 startete der erste Durchgang des Fernstudiums Theologie - Aktuell. Kontextuell. Geschlechterbewusst. Es richtet sich an alle, die an Theologie interessiert sind und tiefer in theologische und spirituelle Fragen einsteigen wollen. Die Arbeitsgrundlage bilden sieben Studienbriefe zu den Themen: Grundlagen, Bibel, Gott, Jesus Christus, Kirche, Ethik und Spiritualität. mehr ...

Informationsveranstaltung 06.10.2017

Fernstudium Theologie 2018/2019

Unternehmen tragen Verantwortung für Menschenrechte

Foto: Ali Enterprises Factory Fire Association

Einschätzungen zum deutschen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Studientag
07. November 2017, 11.00 - 16.30 Uhr

Gemeindehaus St. Marien
Kleppingstrasse 5, 44135 Dortmund (nahe Hauptbahnhof)

In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich die SPD und die Unionsparteien darauf verpflichtet, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte auf nationaler Ebene umzusetzen. Am 21.12.2016 wurde der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) schließlich verabschiedet. Das Ergebnis enttäuscht.  Zwar setzt sich die Bundesregierung darin eine Zielmarke: Bis 2020 sollen die Hälfte aller Großunternehmen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten umsetzen. Aber es gibt keine verbindlichen Regelungen für Unternehmen wie z. B.  in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, wo Gesetze mit Menschenrechtsvorgaben für Auslandsgeschäfte von Unternehmen verabschiedet wurden. Wieder einmal beschränkt sich die Bundesregierung auf freiwillige Selbstverpflichtungen für Unternehmen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Neuer Nutzen im alten Gewand

Foto: Dbrnjhry, Fotolia.de

Kirchengebäude weiter entwickeln

Exkursion
02. Dezember 2017
Dortmund

Kirchengemeinden, die ihren Gebäudebestand für zukünftige Aufgaben fit machen, stoßen dabei auch auf die Frage, ob und wie sich das Kirchengebäude weiterentwickeln kann. Welche baulichen Veränderungen sind denkbar? Kann unsere Kirche anders und vielfältiger genutzt werden?
Die Exkursion führt uns zu Kirchengebäuden in und um Dortmund, die Veränderungsprozesse auf unterschiedliche Weise durchlaufen haben. Wir hören von den jeweiligen Erfahrungen und erleben die "neuen" Räume hautnah. Hier können Sie sich anmelden.

Ansprechpartnerin:
Sabine Jellinghaus
E-Mail: sabine.jellinghaus@kircheundgesellschaft.de

Publikation

EINS* - Frauen. Männer. Perspektiven


Am 9. Juli erschien die aktuelle Ausgabe von EINS* - die Sonderseiten in „Unsere Kirche“ zum Thema Gender. Darin diesmal unter anderem:

- Artikel von Prof. Dr. Eva Kocher zum 2. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung
- Beiträge zum EINS*-Schwerpunktthema  „Gender in Kindertageseinrichtungen“
- sowie viele Tipps, Termine und ein Genderbild zum Nachdenken und Entdecken

Schauen Sie doch mal rein unter www.unserekirche.de

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
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