Newsletter Juli 2021

INHALTSVERZEICHNIS

EDITORIAL

Geschichten des Gelingens


Liebe LeserInnen,
endlich können wir die Enge der Restriktionen durch die Pandemie verlassen. Uns beflügelt am Beginn dieses Sommers ein Gefühl der Weite, eine Weite die individuell, gesellschaftlich und politisch gestaltet werden will und auch gestaltet werden muss.
Es könnte - "post-corona" - ein Neuanfang werden in unserem Zusammenleben, orientiert an sozialer Gerechtigkeit und an Achtsamkeit gegenüber den Schwachen, ein Neustart in eine Welt, in der das Klima und die Arten nicht nur verbal geschützt, sondern die sich ernsthaft für eine Transformation in eine menschen- und schöpfungsgerechte Zukunft einsetzt.
Viele Zukunfts-Fragen sind zu diskutieren, wir laden Sie herzlich dazu ein.

Um Zukunfts-Fragen geht es auch in der neuen EKD-Publikation "Geschichten des Gelingens" zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Kirche und Diakonie, die wir Ihnen als kleine Urlaubs- oder Wochenend-Lektüre ans Herz legen möchten. Die darin beschriebenen Projekte, an denen unter anderem auch unser Institut mitgewirkt hat, wollen dazu ermutigen, aktiv für den sozial-ökologischen Wandel einzutreten.
Schauen Sie doch mal hinein!
Geschichten des Gelingens!

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen, erholsamen Sommer

Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

THEMEN

Kirchenasyl – Not sehen und handeln!

©mitchel-lensink-Ismnr6WSHCU-unsplash

Wie so viele drängende Fragen unserer Gesellschaft ist auch die Not von Geflüchteten von den Diskussionen um die Bewältigung der Corona-Pandemie weitestgehend verdeckt worden. Dabei leiden sie erheblich unter den Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt. Viele Geflüchtete müssen monatelang, teilweise bis zu 24 in den zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes NRW ausharren, es erfolgt kaum eine Zuweisung an die Kommunen. In ehemaligen Kasernen, Lagerhallen und anderen Liegenschaften, die ursprünglich für einen anderen Zweck verwendet wurden, oftmals weit außerhalb der Innenstädte gelegen mit schlechter Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, leben Geflüchtete in beengten Verhältnissen, in Mehrbettzimmern ohne Privatsphäre und isoliert von der Gesellschaft. So will es der "Asylstufenplan" der Landesregierung NRW.

... mehr lesen

Vor 80 Jahren – Erinnerung an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion


Erklärung der "Freunde von NADESHDA in Deutschland" e.V. zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1942

Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion und begann einen in der Geschichte Europas beispiellosen Versklavungs- und Vernichtungskrieg, der zugleich den Auftakt der organisierten Morde an den Juden aus ganz Europa bildete. In den größenwahnsinnigen strategischen Plänen der Nationalsozialisten war den Völkern der Sowjetunion die Kolonisierung und Unterjochung zugedacht; das Land sollte als "Lebensraum im Osten" zur Basis der künftigen nationalsozialistischen Herrschaft über ganz Europa "bis zum Ural" werden. Der Abwehrkampf der Sowjetunion kostete zum Ende des Krieges 25 Millionen Menschen das Leben.

... mehr lesen

Friedenspolitische Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021

©KrischiMeier_AdobeStock

Frieden braucht Ihr Engagement – was werden Sie dafür tun?
Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen und kirchlichen/ökumenischen Organisationen und Initiativen hat friedenspolitische Wahlprüfsteine für die anstehende Bundestagswahl erarbeitet und veröffentlicht. Die Wahlprüfsteine bieten die Gelegenheit, die lokalen Kandidatinnen und Kandidaten kritisch anzufragen.

Wahlprüfsteine

Friedensgutachten 2021 fordert Corona-Friedensdividende

Ausschnitt Cover Friedensgutachten

Soll Europa "weltpolitischer Zaungast" bleiben? Nein, argumentieren die führenden deutschen Friedensforschungsinstitute in ihrem aktuellen Friedensgutachten. Zivile, politische Strategien und Programme seien das Gebot der Stunde, um den Folgen der globalen Bedrohungen etwa durch die Klimakrise und die Corona-Pandemie wirksam entgegentreten zu können, dies betonten die Verfasser*innen bei einem Online-Abendforum der Evangelischen Akademie zu Berlin am 8. Juni 2021.

Link zur Videodokumentation
Link zum Friedensgutachten

Bewaffnete Drohnen: Mehr Sicherheit – mehr Frieden?

Startfolie zur Veranstaltung

Soll die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausgestattet werden? Diese Frage bewegt seit Jahren Politik, Gesellschaft und auch die Kirchen. Mit den Pro- und Contra-Argumenten – die nicht weiter auseinander liegen könnten – befasste sich ein Online-Abendforum der Evangelischen Akademie Villigst im Juni 2021. Die Veranstaltung reagierte auch auf den Beschluss der Landessynode 2020 der Evangelischen Kirche von Westfalen zur „Ächtung sogenannter Kampfdrohnen“.

Eine Videodokumentation finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Evangelischen Akademie Villigst.

Was es in Krisen braucht: Resilienz

©Friederike Höher

Seit vielen Jahren ist das Wort Resilienz in verschiedenen Lebensbereichen und Wissensgebieten aufgetaucht: Die Psychologin Emmy Werner hatte seit den 1950er Jahren über 40 Jahre lang Kinder in Hawaii beforscht, die in prekären Verhältnissen aufgewachsen waren. Die Studie dazu wurde 1977 veröffentlicht. Ein Drittel der Kinder entwickelte sich trotzdem "normal" und konnte ein gelingendes Leben im Erwachsenenalter führen. Sie hatten eine feste Bezugsperson in der Kindheit, auch außerhalb der Familie, die an ihre Fähigkeiten glaubte und sie unterstützte. Soziale Unterstützung gilt infolge dieser Untersuchungen als Schlüsselfaktor für Resilienz, die Fähigkeit, mit Krisen und widrigen Lebensumständen fertig zu werden oder sogar daran zu wachsen. Das gilt für jeden einzelnen Menschen ebenso wie für ganze Gesellschaften.

... mehr lesen

Allianz für den freien Sonntag


Sonntagsallianz bezieht Stellung und weist Generalangriff auf Handelsbeschäftigte zurück.
Die Idee des Handelsverbands Deutschland (HDE), den Sonntag im Handel für den Rest von 2021 einfach mal abzuschaffen, stieß auf heftigen Widerstand. Dazu Gudrun Nolte, KWA-Vorsitzende: "Der KWA steht als Träger der Allianz für den freien Sonntag hinter der Stellungnahme von unserem Partnern von ver.di. Als Kirche achten wir darauf, dass das Dritte Gebot relevant für die Gesellschaft bleibt. Warum sollten wir auf den freien Sonntag verzichten, wenn sich dadurch doch nur eines ändert - nämlich, dass wir dann auch am Sonntag den Alltagszwängen und -problemen ausgesetzt sind, die wir schon unter der Woche haben. Einen klaren Kopf zu bekommen, alles mit etwas Abstand zu betrachten und Gott, sich selbst und Freunden zu begegnen - das hätten wir dann nicht mehr."

... mehr lesen

Offener Brief der Allianz für den freien Sonntag

Go for Gender Justice

©Filmbetrachter_pixabay

Geschlechtergerechtigkeit zum Mitgehen
Neues Projekt für und in Westfalen


Die Weltgemeinschaft der Kirchen erkennt seit langem an, dass allen Menschen unabhängig vom Geschlecht gleiche Würde und gleiche Rechte zukommt. Dennoch werden ungleiche Chancen und fehlende Gerechtigkeit im Verhältnis der Geschlechter immer wieder sichtbar. Die weltweite Pandemie zeigt uns wie durch ein Brennglas, dass das Miteinander in Gesellschaft und Wirtschaft auf diskriminierenden Strukturen basiert, durch die vor allem Frauen benachteiligt sind. Gleichzeitig erstarken in Deutschland, Europa und der Welt Gruppierungen und Regierungen, die Frauenrechte wieder in Frage stellen, geschlechtliche Vielfalt ablehnen und das auf dem Weg bereits Erreichte wieder in Frage stellen.
Hier will die Pilgerinitiative "Go for Gender Justice" ein wirksames Zeichen setzen. In der EKD entstehen 2021 und 2022 diverse Pilgerwege, die unterschiedliche Aspekte von Geschlechtergerechtigkeit thematisieren. Menschen machen sich auf den Weg, kommen in die Stille, aber auch in den gemeinsamen Austausch, wie Ungerechtigkeit und Diskriminierung abgebaut werden können.

Wenn Sie einen Pilgerweg in Westfalen planen möchten, wenden Sie sich an:
Christian Graf
02304/755-310
christian.graf@kircheundgesellschaft.de

Nicole Richter
02304/755-234
nicole.richter@kircheundgesellschaft.de

Bodypositivity – Kirche als Lernort für mehr Körperfreundlichkeit!

©photos for you_pixabay

Sommerzeit ist Urlaubszeit ist Badezeit. Für viele Frauen* (und sicherlich auch viele Männer*) ist Schwimmen nicht nur mit Gedanken an Freizeit, Urlaub und Erholung verbunden, sondern auch mit einem kritischen Blick auf den eigenen Körper. „Wie sehe ich eigentlich gerade aus? Bin ich schlank genug? Sollte ich vor dem Urlaub noch etwas abnehmen?“ Fragen, die sich scheinbar wie von selbst ins Bewusstsein heben, auch wenn frau/man sie bereits kritisch reflektiert und als körperfeindlich entlarvt hat. Wie stark der eigene Blick von unrealistischen Schönheitsidealen u.a. auch durch die Medien geprägt ist, zeigt sich spätestens bei der eindringlichen Betrachtung des eigenen Körpers vor dem Spiegel. Doch immer mehr Frauen sind es leid, sich für ihr Äußeres zu rechtfertigen oder gar innerlich zu schämen.

... mehr lesen

Klimaneutrale Industrie in NRW - gesellschaftliche und ethische Herausforderungen

©Fotolia_Kreidetafel mit Weltklimaabkommen

Online-Tagung der Evangelischen Akademie Villigst in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut

Klimaschutz ist eine der zentralen gesellschaftlichen und politischen Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Welt auch für die Generationen nach uns lebenswert zu erhalten, sind massive Anpassungen in jedem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich von Nöten. "Klimaneutralität" ist das Wort der Stunde und der Prozess, der dieses sicherstellen soll, ist als "Transformation" in aller Munde. In einem Land wie NRW, in dem die Grundstoffindustrie (Zement, Stahl, Chemie) einen großen Teil der Wertschöpfungsketten ausmacht und für den Ausstoß großer Mengen an Treibhausgasen verantwortlich ist, werden im Verlauf der Transformation zur Klimaneutralität große Veränderungen anstehen.
Wie Wege zu einer solchen klimaneutralen Grundstoffindustrie in NRW aussehen können, ist Gegenstand des Forschungsprojekts SCI4climate.NRW. Innerhalb dieses Projektes untersucht das Wuppertal Institut in enger Zusammenarbeit mit Politik und Industrie mögliche und nötige Veränderungen von Industrieprozessen, Wertschöpfungsketten und Infrastrukturen innerhalb vorgegebener Systemgrenzen.
Daher hat die Evangelische Akademie in Kooperation mit dem Wuppertal Institut Ende Juni zu einer Online-Diskurstagung eingeladen, die die ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des anstehenden Transformationsprozesses näher beleuchten sollte.
Inputs zu den Themen gaben Dipl.-Biol. Christoph Zeiss vom Wuppertal Institut zu den technischen und Pfarrer Klaus Breyer, Leiter des IKG, zu den gesellschaftlichen und ethischen Herausforderungen. Dr. Sascha Samadi stellte anschließend die Visionen einer klimaneutralen Grundstoffindustrie in NRW vor. Bei ausgesprochen lebendigen Workshops wurden anschließend Fragen nach globaler Nachhaltigkeit im Sinne der SDGs (Moderation: Kai Bergman, Germanwatch), der Gewichtung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem (Moderation: Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Universität Heidelberg) sowie der Veränderung von Konsum- und Lebensstilwandel (Moderation: Simone Hüttenberend/ Martina Faseler, IKG) gemeinsam bearbeitet und diskutiert. Dies ganz im Sinne des Ausgleichs der Ansprüche aller und unter Berücksichtigung aller gesellschaftlichen Handlungsspielräume.
Gemeinsam wurden ergänzende Vorschläge für weitere Forschungsaufgaben zur klimaneutralen Grundstoffindustrie erarbeitet. Aber es wurde auch schnell klar, dass eine solche Veranstaltung nur der Auftakt zu weiteren gesamtgesellschaftlichen Dialogen sein kann. Die gesellschaftliche Akzeptanz der anstehenden Transformationsprozesse ist nur zu erlangen, wenn neben völliger Transparenz der Vorgänge vor allem Einigkeit über die zu erreichenden Ziele besteht. Dabei wird es notwendig sein, nicht nur innerhalb gegebener Systemgrenzen zu denken, sondern innovative Ideen zu entwickeln, die bisher weder ausführlich diskutiert wurden noch im Bereich einer gemeinsamen gesellschaftlichen Vorstellung liegen. Der Mut uns selbst zu ändern, könnte verhindern aus Desastern lernen zu müssen.

Dr. Christian Schütz

Klimapilgerweg 2021

©Karola Wiedemann

Jetzt anmelden und mitmachen!

Die Klimapilgernden machen sich nach alter Tradition auf Schusters Rappen auf ihren langen Weg durch Deutschland und Europa und setzen dabei ein starkes Signal für mehr Klimaschutz und mehr Klimagerechtigkeit. Denn die drohende Klimakatastrophe fordert die Weltgemeinschaft heraus. Nur im weltweiten und internationalen Zusammenwirken lässt sie sich noch verhindern. Klimagerechtigkeit wird und muss dabei eine zentrale Rolle spielen.

Am 14. August 2021 startet im polnischen Zielona Góra unter dem Titel Geht doch! der 5. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

... mehr lesen

Klimaschutzsofort-Programm – jetzt die letzten Tage nutzen


Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur CO₂-Minderung hinterlegen. Das fordert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) zusammen mit 54 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie weiteren - unter anderem kirchlichen - Akteuren der Zivilgesellschaft in einem im Juni veröffentlichten Klimaschutz-Sofortprogramm.
"Wir stehen am Beginn eines Jahrzehnts wesentlicher Weichenstellungen und tiefgreifender Veränderungen. Das 1,5°C Limit des Pariser Klimaabkommens ist erreichbar. Jedoch nur mit eine ambitionierteren Transformationspolitik. Soziale Gerechtigkeit und Gerechtigkeit zwischen den Generationen zu realisieren und das innerhalb der planetaren Grenzen, das ist jetzt die Aufgabe. Dazu braucht es nicht nur ehrgeizige Ziele, sondern auch entsprechend wirksame Maßnahmen, so Klaus Breyer, Leiter IKG, dass das Sofortprogramm unterstützt.

... mehr lesen

Klimaschutz gestalten - Wir haben noch eine Wahl!



Unsere Forderungen zur Bundestagswahl 2021


Die Klima-Allianz Deutschland legt zur Bundestagswahl 2021 ihre Forderungen an die Parteien vor. Das Papier zeigt, dass die Gesellschaft ambitionierten Klimaschutz will. Es wurde zusammen mit den etwa 140 Mitgliedsorganisationen aus der Breite der Gesellschaft erarbeitet.

In den Monaten bis zur Bundestagswahl gehen die Klima-Allianz Deutschland und ihre Mitglieder in Gespräche und Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundestagsparteien, damit die Forderungen in die Wahlprogramme der Parteien und den Koalitionsvertrag der künftigen Regierung aufgenommen werden.

Forderungen zur Bundestagswahl 2021

Erklärvideo "Neue Gentechnik"

©Sergey_Nivens_Fotolia

In der Europäischen Union wird darüber beraten, ob zukünftig Verfahren der "Neuen Gentechnik", wie zum Beispiel die Gen-Schere CRISPR/Cas nicht mehr unter die Zulassungsverfahren der Gentechnik-Gesetzgebung fallen sollen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Mehrzahl der pflanzlichen Produkte, die mit diesen Verfahren zurzeit entwickelt werden, nicht mehr geprüft, zugelassen und gekennzeichnet werden. Dies würde bedeuten, dass die Verbraucher*innen, aber auch die gentechnikfrei produzierende Lebensmittelwirtschaft und nicht zuletzt Landwirt*innen, die gentechnikfrei anbauen wollen, im Ungewissen blieben. Da diese Debatte hochkomplex und nicht immer verständlich ist, stellen wir die Kernpunkte aus Verbrauchendensicht in einem kurzen Erklärvideo vor.

... mehr lesen

Fachtag Empowerment und Powersharing

©Angelina Bambina Vektorgrafiken AdobeStock

Die Arbeit mit Geflüchteten rassismuskritisch gestalten

Im Mai fand der Online-Fachtag "Empowerment und Powersharing - Die Arbeit mit Geflüchteten rassismuskritisch gestalten" im Rahmen des Projekts "Aus eigener Kraft" statt. Knapp 60 Teilnehmende aus NRW nutzten die Gelegenheit die Konzepte des Empowerments und Powersharings kennenzulernen und sich über deren Anwendbarkeit für die eigene Arbeit auszutauschen.
Die Vorstellung der Praxisstudie "Diskriminierungsrisiken & Diskriminierungsschutz für geflüchtete Menschen in NRW" aus dem Demokratie Leben! Modellprojekt Kompass F der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit ARIC e.V. machte deutlich, welche Auswirkungen Rassismus und weitere Diskriminierungsformen auf den Lebensalltag vieler geflüchteter Menschen in Deutschland haben und wie wichtig eine Auseinandersetzung mit diesen Themen auch für Fachkräfte ist, um in bestimmten Situationen angemessen reagieren zu können. Mohammed Jouni (Jugendliche ohne Grenzen) zeigte in seinem Vortrag auf, welche Möglichkeiten empowermentorientiertes Arbeiten bietet und weshalb gerade Personen mit eigener Fluchtgeschichte der Zugang zu Safer Spaces ermöglicht werden sollte. Der Austausch über geteilte Erfahrungen in der Gesellschaft kann ein erster Schritt sein, um Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Strukturen der Benachteiligung aufzubrechen. In den unterschiedlichen Workshops am Nachmittag sind die Inhalte des Fachtages vertiefend bearbeitet worden bevor die Teilnehmenden zum Abschluss die Möglichkeit zum Austausch in Kleingruppen dankend nutzten.  

Dokumentation des Fachtages
Das Passwort für das Padlet lautet: Empowerment

Weitere Informationen

Einsam sterben in der Pandemie?

©Frank Middendorf Agentur M

Unter dieser Fragestellung bot die Evangelische Akademie Villigst eine digitale Vortragsreihe an vier Abenden im Juni an. Sie richtete sich an Menschen, die sich für die Hospiz- und Pallativthematik beruflich bzw. persönlich interessieren.
Die Begleitung schwer kranker sterbender Menschen durch An- und Zugehörige, durch haupt- und ehrenamtlich Tätige, war und ist in der Pandemie eingeschränkt - in der Häuslichkeit und in Krankenhäusern, in Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten und stationären Hospizarbeit.
Diesem Befund wurde von den Referierenden aus unterschiedlichen beruflichen Perspektiven nachgegangen.
Wo Fürsorge im Sterben gar nicht oder nur auf Distanz möglich war, wo Gesundheitspolitiker*innen und Ethiker*innen darum ringen mussten, die besten und gerechtesten Lösungen zwischen kaum abwägbaren Gütern wie Lebensschutz versus Einsamkeit zu treffen, wo Angst politische, persönliche und institutionelle Entscheidungen prägte, führte das Aussetzen einer umfassenden Begleitung oft in ein einsames Sterben. Wo Abschied vom Verstorbenen und Gedenken fehlten, wurden für die Trauernden Orte des digitalen Gedenkens von existenzieller Dringlichkeit.
Die Frage nach dem Veränderungspotenzial von Krisenerfahrungen wurde dabei mit Blick auf die gesellschaftliche Verankerung einer Kultur der Sorge in der Sterbebegleitung von den Referierenden in den Blick genommen.
Der letzte Abend widmete sich der Frage, wie Mut und Zuversicht gelingen können in einer Welt, in der das Virus so viel Misstrauen gegen das unschuldige Lob des Lebens gesät hat.

Hier sehen Sie die Beiträge von:
Prof. Dr. Traugott Roser
San.-Rat Dr. Josef Mischo


... und vieles mehr

Komik-Ironie-Satire

©Aseem Trivedi_press_freedom_cartoon

Humor und Gesellschaftskritik in den Literaturen Südasiens
Eine Online-Veranstaltung der Ev. Akademie Villigst


Die Evangelische Akademie Villigst kooperiert seit Jahren mit dem Literaturforum Indien e.V. und stellt regelmäßig politisch-literarische Themen Südasiens ausführlich und diskussionsfreudig in Wochenendtagungen vor. Im vergangenen Jahr konnte die Tagung pandemiebedingt nicht stattfinden. In diesem Jahr wurde sie als Tagesveranstaltung online in reduzierter Form durchgeführt. Im Zentrum standen verschiedene Formen von Ironie und Satire unterschiedlicher Zeiten und Kulturen, die häufig genutzt werden, um unhaltbare und bedrückende gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu kritisieren.
Einen ausführlichen Bericht der Veranstaltung gibt es hier.

Wege zur Nachhaltigkeit ... und es geht weiter


Erfolgreiches Projekt wurde an Stadt Dortmund übergeben
Nachhaltigkeit im Alltag ganz praktisch und in der Breite erlebbar machen - mit diesem Ziel ist das Projekt Wege zur Nachhaltigkeit (WzN) 2018 ins Leben gerufen worden.

Über 50 Initiativen, Projekte, Kirchengemeinden, städtische Einrichtungen, Vereine oder auch
Einzelhändler*innen schlossen sich an. Alle engagieren sich mit großem Einsatz in den unterschiedlichsten
Bereichen für die Nachhaltigkeit. Herausgekommen ist ein großes, vielfältiges Netzwerk,
in dem sich die Akteur*innen gegenseitig bereichern und in der Gemeinsamkeit für die Sache
neue Ideen entwickeln.

... mehr lesen

Artenvielfalt erhalten, Schöpfung bewahren

©Gudrun Kordecki

Auftakt zum neuen Projekt "BiodiversitätsCheck auf kirchlichen Friedhöfen" in der Evangelische Kirche von Westfalen

Friedhöfe werden Naturparadiese

Natur braucht Platz, auf vielen Friedhöfen entsteht Platz. Der Wandel der Bestattungskultur - weg von großen Familiengrabstätten und Reihengräbern hin zu Urnengräbern - sorgt dafür, dass auf Brachflächen neue Lebensräume entstehen können. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) beteiligt sich deshalb am Projekt "BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.

"Kirchliche Friedhöfe sind immer schon Orte des Lebens, denn sie bezeugen die Hoffnung auf Gott, der das Leben - trotz aller Vergänglichkeit - trägt und erhält", sagte Präses Annette Kurschus zur Auftaktveranstaltung des Projekts. "Das Projekt zur Biodiversität auf Friedhöfen erdet und vertieft diese Hoffnung. Denn Gott ist ein Freund des Lebens und wir haben zu lernen, dass seine Lebenslust nicht nur uns Menschen, sondern allen Geschöpfen gilt", so die leitende Theologin der EKvW.

... zur PM der EKvW vom 25. Juni 2021

Lieferkettengesetz verabschiedet


Im Juni hat der Bundestag das Lieferkettengesetz verabschiedet. Das Gesetz nimmt große Unternehmen stärker als bisher in die Pflicht bezogen auf die Zustände ihrer weltweiten Zulieferer. Die "Initiative Lieferkettengesetz" - zu den Unterstützern gehört auch die EKvW - macht sich seit Herbst 2019 für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland stark.
"Bundestag beschließt Lieferkettengesetz: Noch nicht am Ziel, aber endlich am Start" lautet der Titel der entsprechenden Pressemitteilung der Initiative zum neuen Gesetz.

Initiative Lieferkettengesetz

TERMINE

Ausblick auf den Herbst

©Xaver Klaussner_AdobeStock

Ankündigung unserer nächsten Ausstellung in Haus Villigst

Am 3. September ist es soweit: die erste Ausstellung nach der coronabedingten Schließung von Haus Villigst wird eröffnet. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsausstellung mit dem Westdeutschen Künstlerbund. Vier Künstler*innen präsentieren ihre Arbeiten aus Zeichnung und Malerei.
Beteiligt sind Petra Ellert aus Düsseldorf, Ulrike Rutschmann aus Hagen, Eberhard Bitter aus Wuppertal und als Gastkünstlerin Min Clara Kim aus Düsseldorf.

Die Gesundheit im Fokus

©father_pixabay

Ein-Eltern-Familien unterwegs nach Langeoog
5. bis 11. August 2021

Nach einer anstrengenden Zeit der Corona-Pandemie mit Homeschooling, Betreuungsunsicherheiten, Kurzarbeit und Homeoffice veranstaltet das Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW diese Bildungsfahrt für Ein-Eltern-Familien, bei der bewusst die Gesundheit der ganzen Familie im Fokus steht.
In den Seminarzeiten der Eltern wird es unter anderem um die Frage gehen: Wie kann ich in diesen herausfordernden Zeiten gut für mich sorgen? Und was brauchen ich und mein Kind, um gesund zu bleiben oder zu werden.
Die Kinder besuchen parallel ein thematisches Programm, das mit altersgerechten Impulsen und praktischen Übungen zeigt, wie die eigene körperliche und seelische Gesundheit gefördert werden kann.

Programm und Anmeldemöglichkeit

Ein Mann, ein Friedhof

©Eduardo_Cano_Photo_Co._on_Unsplash

Ein Männerseminar über das Leben und den Tod
27. bis 29. August 2021
St. Ansgar-Haus in Hamburg


Unter Männern werden wir ein Wochenende in Hamburg verbringen, um über das Sterben (und das Leben davor) ins Gespräch zu kommen. Ein Stück begleiten wird uns dabei die Psychologin und Autorin Angela Reschke, die uns teilhaben lässt an ihren Erfahrungen mit sterbenden Männern und uns mitnimmt in die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, größter Parkfriedhof der Welt, steht am Samstag im Zentrum dieser Bildungsveranstaltung. Der seit 2013 unter Denkmalschutz stehende Friedhof ist Grabstätte für bislang 1,4 Millionen Menschen, Ort lebendiger Geschichte und gleichzeitig ein Naturkunstwerk. Er inspiriert zum Flanieren und Verweilen, zum Rückbesinnen und zum Bedenken der eigenen Sterblichkeit.

Programm und Anmeldemöglichkeit

Macht das Beste aus der Zeit (Kol 4,5) - Umbrüche, Aufbrüche und Chancen

©Martin Treichel, privat

Sommertagung der westfälischen Männerarbeit
4. bis 5. September 2021
Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW
Münster


"Macht das Beste aus der Zeit (Kol 4,5) - Umbrüche, Aufbrüche und Chancen" lautet das Jahresthema der Männerarbeit für den Männersonntag im Oktober 2021 und für Gruppenabende bis Sommer 2022. Keine Frage, wir leben in besonderen Zeiten. Seit weit mehr als einem Jahr hält uns die Pandemie im Griff. Was "für alle Zeiten" gesichert schien, ist fraglich geworden und unsicher. Was "immer schon so war", ist auf einmal nicht mehr. Und am möglichen Ende der Corona-Zeit stellen viele die Frage, ob uns nicht noch viel größere Krisen ins Haus stehen. Vor diesem Hintergrund muss neu gefragt und "durchbuchstabiert" werden, wie Leben und Zeit gestaltet werden können.
Was dies alles für die Identität von Männern und für die Arbeit mit Männern bedeutet, darüber wird bei dieser Tagung reflektiert. Das Jahresthema wird in Form von Impulsen, Vorträgen und Anregungen aufgegriffen, Ideen für die Umsetzung des Jahresthemas am Männersonntag und in den Praxisfeldern der Arbeit mit Männern werden gemeinsam entwickelt.

Programm und Anmeldemöglichkeit

Was tun und lassen – in Krisenzeiten!?

© Karl-Otto Meiswinkel

Männer-Bibliodrama zu Numeri 21,4-9
17. bis 19. September 2021
Landhaus Nordhelle


Der Weg der Israeliten durch die Wüste brachte eine große Krise mit sich - es mangelte an Grundnahrungsmitteln, sie hatten den Tod vor Augen. Das Volk probte den Aufstand gegen Gott und Mose. Gott wiederum stellte das Volk - auf seinem Weg aus Ägypten kommend - auf die Probe. Es fühlte sich dem schweren Schicksal ausgeliefert. Eine schier ausweglose Zeit. Mose versuchte, zu vermitteln, und Gott ließ sich darauf ein - er eröffnete eine Möglichkeit, wie die Menschen in dieser existentiellen Lebenskrise am Leben bleiben konnten. Wie verhielten sie sich nun in ihrem Tun und Lassen - und worauf konnten die Israeliten inmitten großer Krisenzeiten ihre Hoffnung setzen?
Mit den Methoden des Bibliodramas wird der Dynamik dieser Erzählung prozessbezogen nachgegangen und gefragt, was Männer daran heute berührt. Und welche Impulse sich für die individuelle Entwicklung daraus ergeben. Eingeladen sind alle interessierten Männer.

Programm und Anmeldemöglichkeit

Alle(s) im Blick - gemeinsam für verlässliche Asylverfahren

©Robert Kneschke AdobeStock

Evangelische Akademie im Dialog mit Bundesamt und Diakonie
23. bis  24. September 2021
Online Veranstaltung

Kaum ein anderes politisches Themengebiet ist so sehr dem Wandel unterworfen, wie Flucht und Asyl, was nicht zuletzt seiner Dringlichkeit zuzuschreiben ist. Der Umgang mit Asylsuchenden stellt Europa, die Bundesrepublik, die Länder und jede*n einzelne*n von uns vor die Herausforderung, dem Menschen, der vor Verfolgung, Krieg, Gewalt flieht, gerecht zu werden. Auch Corona ändert daran nichts. Im Gegenteil: Die Pandemie erschwert vielerorts die Abläufe des Asylverfahrens und der Beratung, zwingt uns, Maßnahmen neu zu überdenken und stößt uns auf ungelöste Probleme.
Gemeinsam wollen wir hinschauen und Erkenntnisse austauschen, Probleme benennen und Lösungen erarbeiten. Hierzu beginnen wir mit einem Bericht über die aktuellen Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene.

Programm und Anmeldemöglichkeit

Männer Leben Arbeit

©Prashant_ZI_iStock

Wie Männer den Wandel der Arbeitswelt erleben und gestalten
Männerkongress
30. September bis 1. Oktober 2021
Haus Villigst

Corona hat es vielen Menschen erneut vor Augen geführt: Der Wandel der Gesellschaft macht auch vor der Arbeitswelt nicht halt. Digitale Technologien ermöglichen es vielen Menschen, von zu Hause aus zu arbeiten. Und selbst die, die noch zur Arbeit fahren, erleben den Beginn eines tiefgreifenden Wandels. Routinetätigkeiten werden automatisiert. Wissensarbeit gewinnt an Bedeutung, formale Qualifikationen werden weniger relevant. Entgrenzung der Arbeit ist an der Tagesordnung und Flexibilität wird gefordert und erwartet.
Wie gehen wir mit den aktuellen Entwicklungen um und welche kommen noch auf uns zu? Was bedeuten sie insbesondere für Männer? Wie gehen Männer mit dem Spanungsfeld aus Flexibilität und dem Bedürfnis nach Sicherheit um? Wir gehen in dieser Tagung der Frage nach, ob und wie die moderne Arbeitswelt auf die neuen Anforderungen der Gesellschaft und insbesondere auf die spürbaren Veränderungen im Männerleben reagiert.

Es referieren und diskutieren u.a. Prof. Michael Höyng (Berlin), Männertherapeut Björn Süfke (Bielefeld) und der Publizist Dr. Michael Hirsch (München).

Programm und Anmeldemöglichkeit

PERSONALIA

Vorstandsarbeit geht weiter


Klaus Breyer setzt seine Arbeit als Vorstandsmitglied in verschiedenen Organisationen fort

Im März wurde er erneut zum Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des KlimaDiskurs.NRW gewählt.

Der Dachverband "Evangelische Akademien in Deutschland EAD e.V." hatte Ende April seine Mitgliederversammlung, bei der Klaus Breyer wieder in den Vorstand gewählt wurde.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW schließlich traf sich per Zoom Ende Mai zu ihrer Mitgliederversammlung. Auch hier wird Klaus Breyer weiterhin als Mitglied des geschäftsführenden Vorstands tätig sein.

Dr. Beate von Miquel - neue Vorsitzende des Deutschen Frauenrats

©Deutscher Frauenrat_Barbara Dietel

Der Deutsche Frauenrat ist die politische Interessenvertretung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen und damit die größte Frauenlobby Deutschlands. Mit der neuen Vorsitzenden sind die Evangelischen Frauen in Deutschland politisch gut aufgestellt. Neben Dr. Beate von Miquel unterstützen Lisi Maier (AG Katholische Frauen) und Anja Weusthoff (DGB) die 53-Jährige als stellvertretende Vorsitzende an der Spitze des Dachverbands für die kommenden vier Jahre.

Der Dachverband fordert in einer Resolution mit Blick auf die Bundestagswahlen ein klares Bekenntnis der demokratischen Parteien zu einer aktiven Gleichstellungspolitik zur Überwindung der Corona-Pandemie. "Die Pandemie hat die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern verstärkt. Für die Parteien und die künftige Bundesregierung muss sie Anlass sein, diese Ungleichheiten endlich abzubauen. Wir fordern nicht weniger als einen gleichstellungspolitischen Aufbruch," umriss die neue Vorsitzende von Miquel die Anspruchshaltung des Deutschen Frauenrats.

Pressemitteilung des Deutschen Frauenrats

PUBLIKATIONEN

Diskurse und Dispute

©Inka Vogel, Hagen

Das Halbjahresprogramm der Evangelischen Akademie Villigst erscheint in Kürze - wie gewohnt in digitaler Form auf unserer Website.

Wir erwarten, dass im zweiten Halbjahr eine neue Theologische Studienleitung ihre Arbeit aufnehmen wird, und wir hoffen, dass wir im Laufe des Herbstes wieder Veranstaltungen im Bereich Kirche, Theologie, Dialog der Religionen planen und umsetzen können.
Eine der Neuerungen dieses Corona-Jahres ist unser Online-Format "Villigst fragt nach", das sich mit aktuellen Fragen der Zeitgeschichte beschäftigt. Nach der Sommerpause im Juli und August wird dieses Format ab September wieder fortgesetzt, auch wenn dann Präsenzveranstaltungen wieder möglich sein sollten.
Das Programm des zweiten Halbjahres 2021 spannt sich auf zwischen Märchen und Mythen, Bildung und gesellschaftspolitischen Entwicklungen, Gefährdungen von Friedensprozessen und den Perspektiven auf Afghanistan nach dem Abzug der Internationalen Truppen, über Zeit als phänomenologische Erfahrung und Lebensmitteln als Mittel zum Leben bis hin zu Perspektiven der Geschlechterverhältnisse.

Auf der Website finden Sie wie gewohnt dann auch wieder Hinweise im Rahmen der Corona-Schutzverordnungen.
Wir freuen uns auf eine Wiederbelebung des Tagungshauses und der Veranstaltungen vor Ort mit Ihren vielfältigen Beiträgen!

Eins* - immer wieder in Sachen "Gender" unterwegs


Frisch erschienen ist die neueste Sonderbeilage der UK: eins*.
Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung ist das Thema dieser Ausgabe. Es wird ein Blick darauf geworfen, wie geschlechtergerecht unsere Demokratie ist und wie es mit der Zusammensetzung des Bundestages aussieht.
Was bei der Bundestagswahl im September gleichstellungspolitisch auf dem Spiel steht, dazu haben Thomas Altgeld, Vorstandsvorsitzender des Bundesforums Männer, und Mona Küppers, ehemalige Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, ein Interview gegeben.

... hier die vollständige Ausgabe

Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gerechten Finanzsystem


Neuer EKD-Text fordert eine sozial-ökologische Transformation des Finanzsystems. "Ob Cum Ex oder Wirecard-Skandal - nicht nur die Finanzskandale der jüngeren Zeit zeigen, dass es Defizite bei der Verantwortung in der Finanzwirtschaft und ihrer Kontrolle durch Politik und Rechtsstaat gibt", schreibt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort des am 28. Juni 2021 veröffentlichten EKD-Textes mit dem Titel "Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gerechten Finanzsystem". Bereits die Finanzkrise 2008 habe offenbart, wie gefährlich die Entwicklungen eines unregulierten internationalen Finanzmarktes seien und auch die zu beobachtenden wachsenden nationalen und globalen ökonomischen Ungleichheiten legten Fehlentwicklungen offen. "Die EKD tritt seit vielen Jahren für das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung ein. Die Dynamiken, Strukturen und Leitwerte im Finanzsystem sind dafür von zentraler Bedeutung", betont Bedford-Strohm.

Der Text wurde von der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung unter dem Vorsitz von Professor Uwe Schneidewind, ehemals Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, und Dr. Gudrun Kordecki, IKG, verfasst. "Die Kammer spricht sich für eine sozial-ökologische Transformation der Finanzwirtschaft aus. Der Impulstext bietet eine evangelische Orientierung für die dafür benötigten Reformschritte", erklärt Schneidewind. Der Text trete ein für eine Stärkung der Verantwortungszusammenhänge von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft, sowie Politik und Rechtsstaat, die allesamt dem Gemeinwohl dienten und sich an der ökologischen Tragfähigkeit der Erde orientieren sollten.

"Da die Strukturen der Finanzwirtschaft häufig als undurchschaubar empfunden werden, will der EKD-Text in dieser Thematik aufklären und informieren", sagt der Kammervorsitzende. "Gleichzeitig werden die theologisch-ethischen Grundlagen des biblischen Zeugnisses sowie der reformatorischen und der ökumenischen Tradition im Hinblick auf diese Zusammenhänge reflektiert."

Hier finden Sie den Text zum Download.
Printexemplare können zum Preis von 4,30 Euro pro Heft über versand@ekd.de bestellt werden.

Gentechnik und Biopatente: Häufig gestellte Fragen beantwortet

James Gathany, USCDCP, Public Domain CC0 https://pixnio.com/de/tiere/insekten-ungeziefer/moskito/anopheles-gambiae-mucke-malaria-vektor-parasit

In den letzten Monaten wurde intensiv darüber diskutiert, ob neue Verfahren der Gentechnik, auch als Genome Editing oder Neue Gentechnik (NGT) bezeichnet, von der strengen gesetzlichen Regulierung auf europäischer Ebene und in Deutschland ausgenommen werden sollen. In dieser Debatte geht es um die Nachweisbarkeit der gentechnischen Veränderung bei Pflanzen, um die Möglichkeit der Kennzeichnung von daraus hergestellten Lebensmitteln und um die Wahlfreiheit für Landwirt*innen und Verbraucher*innen. Insbesondere die Methode der Gene Drives ruft erhebliche Sicherheitsbedenken hervor. Um die Möglichkeit, Pflanzen und Tiere als technische Erfindungen patentieren zu können, wird bereits seit Jahrzehnten gestritten.

Diesen drei Themen widmet das Institut für Kirche und Gesellschaft gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) nun in einer neuen Publikationsreihe drei Broschüren, um die kritischen Aspekte der gesellschaftspolitischen Debatte aus kirchlicher Sicht zu beleuchten.

Neue Gentechnische Verfahren bei Pflanzen

Gene Drives - Gentechnik im Turbogang?

Lebewesen als Erfindungen des Menschen?

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

info@kircheundgesellschaft.de
www.kircheundgesellschaft.de
» Newsletter abmelden