Newsletter September 2016

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Lieber Leserin, lieber Leser,

unser Newsletter meldet sich aus der Sommerpause zurück, aus der auch Sie hoffentlich wohlbehalten und gut erholt wieder da sind.

Er ist gefüllt mit Berichten über Veranstaltungen und Aktionen der letzten Wochen, Artikeln zu aktuellen politischen Themen, Ankündigungen von interessanten Tagungen, Hinweisen auf neue Publikationen, Tipps und Terminen oder auch Nachrichten zu personellen Neuerungen. Es gibt viel zu entdecken.

Die diesjährige Politikertagung der EKvW hat sich Anfang diesen Monats mit dem bedrückenden und gleichzeitig politisch brisanten Thema „Armut in NRW“ beschäftigt. Politiker, Theologen und Wissenschaftler haben in Haus Villigst über das Thema "Armut ist (k)ein Schicksal“ miteinander diskutiert. Die Analyse – wie im jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht nachzulesen – ist niederschmetternd. Die relative Armut wächst und verfestigt sich, trotz geringer Arbeitslosigkeit und guter wirtschaftlicher Entwicklung. Die Ruhrgebietsstädte sind mit Armutsquoten von über 20 Prozent in Abwärtsspiralen gefangen, aus denen es kaum ein Entrinnen zu geben scheint. Besonders die Kinderarmut ist aufgrund neuester Zahlen in den Focus gerutscht. Fast zwei Millionen Kinder haben im vergangenen Jahr in Familien gelebt, die auf Hartz IV angewiesen waren.

Der Ansatz einer integrierten Handlungsstrategie für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe in NRW – wie er auf unserer Tagung von Sozialminister Schmeltzer vorgestellt wurde - ist richtig. Er muss jedoch weiter ausgebaut und verstetigt werden. Besser als bisher müssen Instrumente der Sozial-, Familien-, Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Finanz-, Steuer- und Integrationspolitik sowie der Stadtplanung und Quartiersentwicklung gebündelt und aufeinander abgestimmt werden mit dem Ziel, jedem Menschen in NRW ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Wichtig ist, dass Kirchen, zivilgesellschaftliche Initiativen und freie Wohlfahrtsträger den Benachteiligten vor Ort eine Stimme geben. Viel Engagement und Expertise ist vor Ort vorhanden. Es sollte bei der Entwicklung von Konzepten und Projekten besser genutzt werden.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Teilhabe an Bildung und Erwerbsarbeit ist der Schlüssel, um aus der Armutsfalle herauszukommen. "Teilhabe!“, darin steckt das Wort "teilen“. Das erinnert auch daran: Armutsbekämpfung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der starke Schultern schwerere Lasten tragen können und müssen. Wir sind alle gefragt!

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

Ihr Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Villigster Anmerkungen zum solidarischen Europa


Frankreich grenzt sich ab

Über mangelnde Präsenz in den französischen Medien kann sich Angela Merkel dieser Tage wahrlich nicht beklagen. Gleich sechs doppelseitige Beiträge in der führenden Tageszeitung „Le Monde“, Titelseiten und Themenblöcke in weiteren überregionalen Tageszeitungen, außerdem Talkshows im Fernsehen zu ihrer politischen Zukunft. Und immer geht es um das eine: ihre Entscheidung vom 5. September 2015. Längst ist die Öffnung der deutschen Grenzen für Flüchtlinge zu einem Schlüsselthema auch der französischen Innenpolitik geworden – und dies gleich in zweifacher Hinsicht: zum einen heizt sie die in Frankreich bereits seit Jahren vehement geführte Debatte um die richtige Migrations- und Integrationspolitik weiter an. Zum anderen aber treibt sie all jene weiter in die Defensive, die Europa nach wie vor als ein gemeinsames politisches Projekt mit deutsch-französischem Motor betrachten.

Zu sehr steht Merkel inzwischen für ein politisch mächtiges und wirtschaftlich übermächtiges  Deutschland, das in der EU überwiegend seine eigenen Interessen vertritt. Frankreich darf da im besten Fall als Juniorpartner mitspielen, wirklich mitreden kann es aber nicht mehr. Laut Umfragen wird Merkel in Frankreich gerade dafür bewundert, dass sie machtbewusst sei und Dinge konsequent vorantreibe, neben Obama die einzige „Ikone“ der demokratischen Welt. Ganz im Gegensatz zu Staatspräsident Hollande. Noch immer ist unklar, ob er angesichts katastrophal niedriger Zustimmungsraten bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen im April 2017 überhaupt noch einmal antritt. Von rechts steht er wegen seiner Migrations- und Sicherheitspolitik massiv unter Druck, von links wird er wegen seiner eher liberalen Wirtschaftspolitik hart angegangen. Während Deutschland als Wirtschaftsmacht gestärkt aus der Krise hervorgeht und in der Flüchtlingspolitik einseitig europäische Fakten schafft, scheint Frankreich als Verlierer der Globalisierung in einem zerfallenden Europa Richtung Bedeutungslosigkeit zu treiben.

Das derzeit erdrückende Ungleichgewicht zwischen Frankreich und Deutschland verschärft die ohnehin düstere Stimmung im Lande. Wie der gesamte Süden Europas ächzt Frankreich laut unter der sogenannten Austeritätspolitik, die nahezu unisono als Ausdruck deutscher Wirtschaftsdominanz empfunden wird. Hollandes Initiativen im Kampf gegen europäische und globale Steuerhinterziehung scheitern regelmäßig am politischen Unwillen in Berlin. Französische Forderungen nach schnellen und harten Brexit-Verhandlungen werden durch die Interessen der deutschen Exportindustrie bereits jetzt untergraben. Immer muss Frankreich klein beigeben, einen Rückzieher machen - gleichberechtigte Partnerschaft sieht anders aus. Und dann trifft Deutschland eine derart weitreichende Entscheidung wie die Grenzöffnung für Flüchtlinge völlig einseitig, erfordert im Anschluss  von seinen europäischen Partnern aber grenzenlose Solidarität. Selbst diejenigen, die gerade diese Entscheidung Merkels als richtigen oder gar mutigen Schritt in der Sache befürworten, können dem deutschen Politikstil insgesamt kaum etwas Positives abgewinnen.

Für die französische Opposition von links und rechts ist aber gerade dieser Politikstil ein gefundenes Fressen. Frankreich mache sich endgültig zum Deppen, wenn es eigene Interessen und Liaisons aufgebe, nur um treu einem Partner zu folgen, der ein gemeinsames Vorgehen zwar weiterhin beschwöre, in der Praxis aber schlichtweg anders handle. Das Zerrbild eines neoliberalen, deutschen Europas hat in den französischen Medien und bei französischen Politikerinnen und Politikern weithin Konjunktur. Eine gefährliche Gemengelage. Denn sollte es im zweiten Wahlgang der anstehenden französischen Präsidentschaftswahlen tatsächlich zu einem Stechen zwischen dem deutlich nach rechts gerückten Republikaner Sarkozy und der rechtspopulistischen Le Pen vom Front National kommen, verlören alle; Frankreich, Deutschland und das Projekt Europa.

Vor den Wahlen in Frankreich wird eine Korrektur des deutschen Zerrbilds in der französischen Öffentlichkeit kaum mehr möglich sein, zumal auch in Deutschland der Beginn des Bundestagswahlkampfs ansteht. Perspektivisch aber bedarf es eines relevanten und konkreten europapolitischen Fahrplans, den Deutschland und Frankreich gemeinsam in Angriff nehmen. Und anders als in den letzten Jahren müssen sich darin verstärkt französische Positionen wiederfinden. Kurzfristig wäre hier eine klare, gemeinsame Haltung zum Brexit die passende Gelegenheit. Deutschland könnte dann das deutliche Zeichen setzen, dass Absatzchancen für deutsche Autohersteller nicht generell wichtiger sind als Fortschritte im Hinblick auf ein soziales und faires Europa.

Ach, und die Kirchen? Auf der kommenden Synode in Magdeburg steht ein „Europa in Solidarität“ zur Debatte. Dabei dürften französische Empfindlichkeiten keine besondere Rolle spielen. Sehr wohl aber kann die Synode in ihren Beschlüssen dazu beitragen, dass deutsche Positionen nicht als Maß aller Dinge in Europa dargestellt werden. Für einen solidarischen Diskurs wäre dies ein hilfreiches Signal, auch in Frankreich.        

Kontakt:
Dr. Jürgen Born
juergen.born@kircheundgesellschaft.de

Willkommenskultur braucht Willkommensstruktur


Land fördert IKG-Untersuchung

Woher stammen die Ehrenamtlichen, die sich in Kirche und Diakonie für die Flüchtlinge einsetzen? Was ist ihre Motivation? Wie ist ihre Haltung? Diesen Fragen soll in einem Sonderprojekt zur Flüchtlingshilfe nachgegangen werden.

Klaus Breyer, Leiter des Instituts, und Projektleiter Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der EvKW, konnten sich jetzt über die Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen freuen. Sie erhielten den Förderbescheid aus den Händen des Arnsberger Regierungsvizepräsidenten Volker Milk. mehr ...

Neue Veranstanstaltungsreihe in der Akademie Villigst


Unter dem Titel "jüdisch-christliches Lehrhaus" wird in diesem Herbst eine ganz besondere Veranstaltungsreihe begründet. Die Evangelische Akademie Villigst will damit gemeinsam mit der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinde von Nordrhein den christlich-jüdischen Dialog fördern und gleichzeitig das Gespräch zwischen Juden und Christen für alle Interessierten öffnen. Gegenseitige Begegnungen, bei denen über Werte diskutiert wird, sollen ermöglicht werden.

Den Auftakt der neuen Reihe macht die Tagung „Menschenrecht – Gottes Gebot“, die vom 31. Oktober bis 01. November in Haus Villigst stattfinden wird. Wie ethisch soll Religion heute sein? – Dieser Frage wird in der ersten Veranstaltung nachgegangen. mehr ...

Weitere Informationen und Anmeldung

Kampf gegen die Armut braucht Taten


"Eine idealistische und zugleich realistische Politik gegen Armut" hat Präses Annette Kurschus gefordert. Die leitende Theologin der westfälischen Landeskirche eröffnete die diesjährige Politikertagung der EKvW im Haus Villigst am ersten Septemberwochenende und warnte angesichts steigender Armutszahlen davor, dass das Interesse an Politik bei Armen sinkt. Moderiert von Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, diskutierten der Kölner Politikprofessor Christoph Butterwegge, der Wuppertaler Theologieprofessor Traugott Jähnichen, Landesarbeitsminister Rainer Schmeltzer und Lutz Lienenkämper, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Ihr Thema: „Armut ist (k)ein Schicksal". mehr ...

Hilfe zur Selbsthilfe


Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

Wer weniger als 100 Euro auf dem Sparbuch hat, hat kein Vermögen. Laut dieser Definition sind in Nordrhein-Westfalen 18,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vermögenslos. Das sind immerhin 3,2 Millionen Menschen. Andererseits gelten 15,2 Prozent der Einwohner als vermögend - d.h. ca. 2,7 Millionen Menschen haben pro Kopf ein Vermögen von mindestens 115.000 Euro. Viel Geld zu haben ist (und bleibt) ein Traum vieler Menschen, kein Geld zu haben ist ein Alptraum. Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, wie es ist, weniger als 100 Euro Vermögen zu haben. Auch fehlt Vielen die Phantasie, wie es ist, dauerhaft mit 400 Euro im Monat auskommen zu müssen. mehr ...

Gemeinsames Klima-Manifest


Mehr als 100 Organisationen veröffentlichen gemeinsames Klima-Manifest

Die Klima-Allianz Deutschland fordert Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, den Klimaschutzplan 2050 deutlich nachzubessern. Bei der  Übergabe des Klima-Manifests am 8. September mit Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Bundestagswahl an Vertreterinnen und Vertreter der Parteien betonte das Bündnis die Bedeutung eines wirksamen Klimaschutzplans 2050. Dieser werde nicht nur benötigt zum Erreichen der Klimaziele Deutschlands, sondern auch als wichtiges Signal an Entwicklungs- und Schwellenländer. mehr ...

Zertifikat für das IKG


Bildungseinrichtung für nachhaltige Entwicklung

„Einrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – diesen Titel darf das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) ab sofort führen. Eine entsprechende Zertifizierungsurkunde nahmen jetzt Ursula Riekenbrauck, stellv. Leiterin des IKG, Dr. Judith Kuhn vom Fachbereich Nachhaltige Entwicklung und Dr. Friederike Höher, zuständig für das Qualitätsmanagement im IKG, von NRW-Umweltminister Johannes Remmel während einer Auszeichnungsfeier im Gartenclub Köln-Bickendorf entgegen. mehr ...

Spaßfaktor Klimaschutz


Klimaschutzagentur war bei Rallye dabei

„Emotion ohne Emission" - war das Motto der 3. eCrossGermany, eine Rallye für elektrisch angetriebene Fahrzeuge von Bielefeld nach Aachen. Erstmalig nahm auch ein Team der Klimaschutzagentur der EKvW  teil. Die Präses stellte ihren Dienstwagen, einen BMW i3, dafür zur Verfügung. Der Kontakt zu Jens Ohlemeyer, Organisator der Rallye, kam auf dem Weite-wirkt-Festival in Halle zustande. Hier hatte das IKG ein "Klimazelt" organisiert hat und Jens Ohlemeyer seine Aktivitäten als Geschäftsführer der "Klimawoche Bielefeld" vorgestellt. mehr ...

Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!


Kirchliche Organisationen unterstützen Protestaktionen gegen Biopatente 

Seit vielen Jahren setzt sich das IKG gemeinsam mit weiteren kirchlichen Umwelt- und Entwicklungsfachleuten sehr kritisch mit Patenten auf Lebewesen auseinander. Ging es zunächst um gentechnisch veränderte Organismen, so wurden in den letzten Jahren verstärkt auch herkömmlich gezüchtete Pflanzen und Tiere als Erfindungen patentiert. Auf diese Weise gehen die jahrtausendelangen Züchtungsbemühungen unzähliger Züchterinnen und Züchter auf der ganzen Welt in die Verfügungsgewalt einiger weniger, meist multinationaler Konzerne über, die Pflanzen und Tiere als Erfindung patentieren lassen. Ist ein Patent erst einmal erteilt, ist es nur über langwierige und kostspielige Einspruchsverfahren möglich, derartige Patente anzufechten. mehr ...

Kein kommerzielles unkonventionelles Fracking


Bundesregierung verabschiedet Regelungspaket

Die Synode der EKvW hatte sich 2011 und 2014 gegen Frackingvorhaben ausgesprochen und die Bundesregierung aufgefordert, eine strenge gesetzliche Regelung vorzunehmen.
Nach langwierigen Verhandlungen legte die Bundesregierung Ende 2014 ein Regelungspaket Fracking vor, zu dem auch die kirchlichen Umweltbeauftragten eine Stellungnahme abgaben. In 2015 gelang es der großen Koalition nicht, eine Einigung über einen Gesetzestext zu erzielen. mehr ...

Schöpfungszeit


Ein Aufruf, gemeinsam zu beten, das Geschenk der Schöpfung wertzuschätzen und zu pflegen

Gemeinsame Stellungnahme des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerkes (ECEN) 29. August 2016.
Respekt, Wertschätzung und Kontemplation der Schöpfung sind gemeinsames Anliegen der christlichen Kirchen. Aus Anlaß des „Tages für die Schöpfung“ rufen der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) zu gemeinsamem Gebet und zur Stärkung ökumenischer Arbeit zum Schutz der Schöpfung auf. mehr ...

Das Umweltmanagementsystem des IKG ist weiter anerkannt


Im Jahr 2014 hat sich das Institut für Kirche und Gesellschaft erstmals nach dem kirchlichen Umweltmanagementsystem „Grüner Hahn“ und damit zugleich nach dem europäischen System EMAS zertifizieren lassen. Dieses Zertifikat muss regelmäßig erneuert werden.

Am 26. Juli besuchte der Umweltgutachter Henning von Knobelsdorff das Institut, kontrollierte das Umweltmanagementsystem und erkannte seine Gültigkeit an. Inzwischen hat die IHK Niederrhein das IKG erneut registriert. mehr ...

Urkunde der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer

We are family


Interview mit Elena Fronk

Das war der Titel des Seminars für Ein-Eltern-Familien, das das Frauenreferat der EKvW zusammen mit dem Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV) vom 02. bis 04.09.2016 erstmalig angeboten hat. Während für die Erwachsenen die Vernetzung im Mittelpunkt des Wochenendes stand, war für die Kinder das Reitprogramm des Ponyhofs Hilbeck der Höhepunkt. Nicole Richter, Fachbereichsleiterin des Frauenreferats der EKvW im IKG, sprach mit Elena Fronk, Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband NRW, über die politischen Anliegen des Verbandes. mehr ...

Über alle Berge


Männerwanderung durch das Lechquellengebirge
13. - 21. August 2016

Abgekämpft und verschwitzt stehen wir da auf der Höhe. Waren den ganzen Tag im Schweigen gewandert, zunächst durch eine herrliche Flusslandschaft, die letzten zwei Stunden ununterbrochen bergauf, über 700 Höhenmeter. Jetzt ist die Hütte in Sicht, das Ziel fast erreicht und ein kühles Getränk greifbar nah. Aber zunächst unterbrechen wir den Gang ein letztes Mal. Stellen uns in den Kreis, elf Männer, schweigend. Und hören auf einen Abschnitt aus dem Könige-Buch im Alten Testament: Elia erfährt den lebendigen Gott in einem stillen, sanften Sausen. Alle spüren, dass Gott auch uns in diesem Moment ganz besonders nahe ist. Mit einem gemeinsamen Lied beenden wir die Andacht und gehen gemeinsam die letzten Schritte zur Hütte. mehr ...

Brot backen für die gute Sache


Das tun Konfirmandinnen und Konfirmanden

Vor einigen Jahren erfanden Bäckereien und Kirchengemeinden in Hessen die Aktion „5000 Brote. Konfis backen Brot für die Welt“. 2014 wurde dann erstmals bundesweit gebacken. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, die Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche und die Aktion Brot für die Welt hatten dazu aufgerufen – und Tausende von Konfirmandinnen und Konfirmanden backten in Hunderten von Backstuben ungefähr 60.000 Brote - an manchen Orten auch viele kleine Brötchen. Die Spenden, die sie mit ihren Broten „erwirtschafteten“, gingen an Bildungsprojekte für Jugendliche in Kolumbien, Bangladesch und Ghana. Dabei kamen mehr als 220.000 Euro zusammen. mehr ...

Tipps und Termine

Gender rockt


Jugendkulturelle Szenen und Inszenierungen

20. September 2016
Essen

Jugendkulturen sind Seismografen gesellschaftlicher Stimmung. Sie bieten Jugendlichen einen Raum, sich von den Werten und Normen ihrer Umwelt und Herkunftsfamilien zu lösen, in Frage zu stellen und einen eigenen Weg der Lebensbewältigung zu finden. Die jugendkulturellen (Selbst-) Inszenierungen und Ausdrucksformen sind vielfältig und verändern sich schnell.
Auf unserer Tagung erwarten Sie eine differenzierte Analyse und spannende Einblicke in heutige jugendkulturelle Szenen mit dem Fokus auf Genderinszenierungen.

Weitere Informationen im Programmflyer

Weisungen auf dem Weg


Wanderungen und ethische Reflexionen

26. - 28. September 2016
Sport- und Tagungszentrum Hachen, Sundern

Hier geht es um mehr als eine Tagung. Hier geht es um Bewegung, Reflexion, Bewegt sein, sich auf den Weg machen. Unterwegs sein. Im Gehen und in der Bewegung sich besinnen und andere treffen.
In den komplexen Zusammenhängen des Alltags und der Arbeitswelt wird es zunehmend schwierig, ethische Orientierungen für das eigene Handeln zu finden. Gesellschaftliche und politische Entwicklungen mit ihrem eigenem Tempo und ihrer Dynamik sind für viele Menschen nur noch schwer nachvollziehbar. Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen brauchen mehr als einfache Antworten.
Beschleunigung und Anforderungen im Berufsleben geben kaum Raum zum Nachdenken und Atemschöpfen.
Vom Sport- und Tagungszentrum Hachen im Sauerland gibt der Rundwanderweg „Rund ums Alte Testament“ die Möglichkeit, Wege zwischen Vergangenheit und Zukunft zu entdecken. Inspiriert von Bildern des Alten Testaments machen wir uns auf den Weg. Unterwegs und bei Gesprächen im Tagungshaus werden das Sonntagsgebot, die Sorge für die Altgewordenen, das Armenrecht und andere ethische Weisungen aus den Quellen der jüdisch-christlichen Theologie bedacht und auf aktuelle Fragen bezogen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Mensch sein - mit Leib und Seele!


Ein Genderseminar im Weinberg

30. September - 03. Oktober 2016
Lorch am Rhein

Das Frauenreferat und der Fachbereich Männer, Familie, Ehrenamt des Instituts für Kirche und Gesellschaft der EKvW veranstalten vom 30.09. - 03.10.2016 ein Ernte-Dank-Wochenende der besonderen Art. Auf dem Programm stehen Wanderungen, Mitarbeit im Weinberg und Texte von Hildegard von Bingen und Meister Eckhart. "Pflege das Leben, wo du es triffst!" – „Das ist ein Zitat von Hildegard von Bingen, das mich immer wieder innehalten und nachdenken lässt“, so Martin Treichel, Landesmännerpfarrer der EKvW. „Frauen und Männer sprechen im Weinberg über Gott und Geschlechtergerechtigkeit, so bringt Nicole Richter, Fachbereichsleiterin des Frauenreferats, den Inhalt des Seminars auf den Punkt. Untergebracht ist die Gruppe in Doppelzimmern in einem gemütlichen Weingut in Lorch am Rhein. Anmeldungen sind noch möglich.

Weitere Informationen und Anmeldung

Energetisch Sanieren in Kirchengemeinden


Knowhow und Kriterien für die Investitionsentscheidung

08. Oktober 2016
Münster

Energetisch Sanieren heißt für Verantwortliche in Kirchengemeinden: Über die Zukunft von Gebäuden entscheiden und gleichzeitig hohe Investitionen tätigen. Das bedarf großer Entscheidungssicherheit. Das Seminar bietet Unterstützung für die eigene Arbeit, und zeigt Wege und Werkzeuge für eine sichere Investitionsentscheidung auf. Das Praxisbeispiel der gastgebenden Kirchengemeinde gibt Einblick in Planung, Ausführung und Gesamtprozess einer Sanierungsmaßnahme.
Für Fragen der Teilnehmenden und den wertvollen Erfahrungsaustausch ist ebenfalls Raum.

Kontakt:
Sabine Jellinghaus
Fon: 02304 755 334
eMail: sabine.jellinghaus@kircheundgesellschaft.de

Gefährdet Big Data unsere Demokratie?


Tagung der Evangelischen Akademie Villigst

14. - 16. Oktober 2016
Haus Villigst, Schwerte

Staat, Wirtschaftsunternehmen, Versicherungen oder Geheimdienste – sie alle sammeln unsere Daten, überwachen unsere Verhaltensweisen und forschen uns aus. Der Verlust der Privatsphäre macht uns Sorgen, ebenso der Mangel an Orten für den öffentlichen Austausch. Dazu kommen die Versuche, uns zu erziehen, beispielsweise mit vielen kleinen Apps, die in das tägliche Leben eingreifen. Diese wollen uns sagen, dass wir uns nicht ausreichend bewegt haben, zu viel rauchen oder viel zu ungesund essen. „Nudging“ ist hier das Stichwort.

Durchgeführt wird die Tagung in Kooperation mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ökofair Einkaufen in Kirchengemeinden


Hintergründe und Arbeitsschritte zur Ökofairen Gemeinde

12. November 2016
Gütersloh

Die eintägige Veranstaltung aus dem Seminar-Programm der Klimaschutzagentur bietet neben Grundlageninformationen auch konkrete Beispiele und Raum für die Vernetzung der Teilnehmenden.

Kontakt:
Sabine Jellinghaus
Fon: 02304 755 334
eMail: sabine.jellinghaus@kircheundgesellschaft.de

Rock `n´ Role


26. Villigster Mädchen- und Frauentreffen

19. - 20. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Täglich begegnen uns unterschiedliche Bilder von Frauen und Mädchen. Schlanke, fitte, fröhliche, kluge, modische Mädchen und Frauen schauen uns von Plakaten, in Filmen, im Netz oder in Zeitschriften an. „Was macht das mit uns?“ – fragen die Veranstalterinnen des 26. Villigster Mädchen- und Frauentreffens.
Unter dem Motto „Rock `n´ Role“ organisieren das Amt für Jugendarbeit, Vertreterinnen aus der Evangelischen Jugend, das Frauenreferat der EKvW und Gleichstellungsstelle der Stadt Schwerte ein intergeneratives Wochenende für Mädchen und Frauen. „Ziel des Events ist es“, so Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, „kritisch auf die gesellschaftlichen und die eigenen Rollenbilder zu schauen“. Die Frage, die sich durch das Programm zieht heißt: Wer bin ich  eigentlich – jenseits von Rollenerwartungen und Klischees? Am Samstagnachmittag können alle Mädchen ab 13 Jahren und Frauen bis 99 Jahre ihre Kraft in verschiedenen Workshops entdecken.

Anmeldungen sind ab sofort im Frauenreferat möglich unter 02304-755-230 oder www.ev-jugend-westfalen.de/muf

Weitere Informationen und Anmeldung

Afghanistan 2016: Zurück in die Zukunft?


XXX. Afghanistan-Tagung

25. - 27. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Die Entwicklung seit dem Amtsantritt von Präsident Ashraf Ghani 2014 zeigt eher düsteres Bild von Afghanistan: Die wenigen Erfolge in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sicherheit werden überlagert von einem radikalen Anstieg an Gewalt, Unsicherheit und massiven Fluchtbewegungen. Deutschland ist hier in mehrfacher Hinsicht auf lange Sicht involviert: Die Frage, ob Afghanistan den Frieden für sich und seine Nachbarn gewinnen kann, bleibt eine der zentralen Herausforderungen deutscher Außenpolitik (und in der Flüchtlingsfrage: auch der Innenpolitik).

Weitere Informationen und Anmeldung

Personalia

Verstärkung im Institut


Am 1. August ist Gunda von Fircks beim Institut für Kirche und Gesellschaft eingestiegen.

Öffentlichkeitsarbeit und die Koordination fachbereichsübergreifender Projekte - das sind ihre Arbeitsschwerpunkte.
Erfahrungen hat die Germanistin als Beraterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen PR-Agenturen, Pressestellen von Unternehmen und auch als Freiberuflerin gesammelt. "Ich freue mich darauf, mich beim IKG in ein spannendes und gleichzeitig so breites Themenspektrum einarbeiten zu können und meine bisherigen Berufserfahrungen einbringen zu dürfen", so Gunda von Fircks über ihre neue Aufgabe.

Interesse an Veränderung?


Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet in mehreren Bereichen interessante Stellen an. Wir suchen fünf neue Kolleginnen und Kollegen für unterschiedliche Aufgabengebiete. Neugierig?

Lesen Sie hier die Stellenausschreibungen nach!

Publikationen

Freundschaft verpflichtet ...


Dokumentation zur XXIX. Villigster Afghanistan-Tagung in 2015

Deutschland und Afghanistan verbindet eine wechselvolle 100-jährige Geschichte. Die Beziehungen gehen weit über das prägende Ereignis des Bundeswehreinsatzes der letzten 14 Jahre hinaus: Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft sind nur einige Bereiche, in denen über diesen langen Zeitraum hinweg unzählige Begegnungen zwischen den Ländern die Beziehungen ausgemacht haben.

Die Dokumentation zur XXIX. Villigster Afghanistan-Tagung in 2015 versammelt ausgewählte Beiträge. Ergänzt werden diese durch zwei aktuelle Publikationen von Winfried Nachtwei, die dieser dankenswerterweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat und die in besonders eindrücklicher Weise den Horizont der Ereignisse im Nachgang zur Tagung in den Blick nehmen und kommentieren.

Weitere Informationen zum Thema

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Der erste Newsletter ist raus!

Die Arbeit im Projekt „Nachhaltigkeit nimmt Quartier“ hat schon ordentlich Fahrt aufgenommen. In beiden Quartieren - Bochum-Hamme und Herne Wanne Süd - wurden bereits viele wertvolle Kontakte geschlossen und auch schon erste Analysen durchgeführt.
Im September stehen die Zukunftswerkstätten auf dem Terminplan: Bewohner und Bewohnerinnen der Quartiere sollen gemeinsam Ideen für ihr Viertel entwickeln.
Und jetzt ist auch der erste Newsletter erschienen, der drei- bis viermal im Jahr über den Fortgang des Projektes informieren wird.

Lektüre der ersten Ausgabe
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Neue EKD-Studie zeigt: Deutsche wollen Flüchtlingen verstärkt helfen


Die Hilfsbereitschaft für Menschen in Not ist 2016 gestiegen. Waren es im November 2015 noch 10,9 Prozent, die sich in der Flüchtlingshilfe engagierten, sind es im Mai 2016 bereits 11,9 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland. In vier „Etappen“ wurden zwischen November 2015 und August 2016 jeweils 2000 bzw. 1000 Deutsche befragt. Das Meinungsbild der Deutschen zum Einsatz für Flüchtlinge und ihre Integration bleibt stabil auch trotz der Angst vor Anschlägen – auch das ist eine Erkenntnis der Befragungen.

Nachzulesen ist die Studie im Netz unter: www.ekd.de/fluechtlingsstudie-2016.pdf

Zwischen Leitkultur und Laissez-faire


Der Beitrag der Kulturpolitik zur Demokratie angesichts weltweiter Migration
Neue Publikation der Evangelischen Akademie Villigst erschienen

Der Band versammelt fünf Aufsätze, die für eine Tagung der Ev. Akademie Villigst im Frühjahr 2016 entstanden sind. Sie umfassen grundsätzliche Fragen zur Meinungsfreiheit ebenso wie die Notwendigkeit des Ausgleichs im kommunalen kulturpolitischen Alltag. Sie geben Einblick in partizipative Formen zeitgenössischer Kunst, kulturelle Bildung und beschreiben das politische Versäumnis, kulturpolitisch angemessen auf die starken Fliehkräfte der europäischen Gesellschaften zu reagieren.



Hier können Sie die 70-seitige Dokumentation bestellen:
Institut für Kirche und Gesellschaft
Kirsten Simon
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
kirsten.simon@kircheundgesellschaft.de
02304 / 755 307
Preis: 8,50 € plus Porto

 
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