Newsletter September 2018

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

tausende von Menschen haben am  Wochenende gegen die drohende Rodung des Hambacher Waldes demonstriert. Der immer breiter werdende Widerstand kommt aus der Mitte unserer Gesellschaft. Darunter sind viele Engagierte aus den Kirchen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass noch in der „Schlusskurve der Braunkohle“ Dörfer aufgegeben und Menschen umgesiedelt werden, dass kostbare Natur sozusagen „auf den letzten Metern“ unwiederbringlich zerstört wird. Hier sollen Fakten geschaffen werden, ohne dass Klarheit herrscht, ob die unter den Flächen liegende Braunkohle überhaupt noch gebraucht wird.

Es ist richtig: Für die Rodung des Waldes gibt es eine Rechtsgrundlage. Eine Rechtsgrundlage, die sich jedoch auf Planungen stützt weit vor dem Pariser Abkommen, weit vor der Festlegung der deutschen Klimaschutzziele 2030, aus einer Zeit, in der unser Wissen über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels weltweit noch nicht so detailliert waren.

Die Menschen in den Braunkohlerevieren wissen längst, dass die Zeit der Kohle zu Ende geht. Mehr noch! Je länger sich jetzt der Beginn des Strukturwandels verzögert, umso größer wird die Gefahr, dass es in den Revieren zu massiven sozialen und wirtschaftlichen Brüchen kommt. Die existenziell Betroffenen erwarten zu Recht nun Klarheit über ihre Zukunft und die volle politische und gesellschaftliche Unterstützung. Keiner darf zurückgelassen werden. Das gilt auch für die Menschen, die heute noch von Umsiedlung bedroht sind und in großer Sorge leben, Heimat und Natur (wie zum Beispiel den Restbestand des Hambacher Waldes) zu verlieren.

Als Kirchen treten wir mit vielen anderen dafür ein: Ein Moratorium, ein Stopp der Bagger vor dem Hambacher Wald, ist jetzt notwendig bis der Fahrplan für einen sozialverträglichen Kohleausstieg steht. Die wichtige Arbeit der sogenannten Kohlekommission darf nicht gefährdet werden. Alle Betroffenen brauchen konkrete Perspektiven und Planungssicherheit für ihre Zukunft. Und der Hambacher Wald? Könnte er nicht im Lichte neuer Planungen erhalten bleiben! Das wäre ein starkes Signal der Bewahrung der Schöpfung und des sozialen Friedens!
(www.klima-allianz.de)

Mit den Themen, Berichten über Tagungen und Veranstaltungen und Tipps und Terminen unseres September-Newsletters wünsche ich Ihnen eine spannende und informationsreiche Lektüre.

Ihr Klaus Breyer
Institutsleiter

Kirchentag 2019

Jetzt startet der Ticketverkauf für den Kirchentag in Dortmund


Schnell sein lohnt sich: Frühbuchervorteil bis zum 8. April 2019

Anmeldestart für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund! Rund 100.000 Menschen aus Deutschland und aller Welt werden zu dem gesellschaftlichen Großereignis erwartet. Konzerte, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, neue Gottesdienstformate: Aktuell werden rund 2000 Veranstaltungen in 45 Vorbereitungsgruppen intensiv geplant.
Am einfachsten kann das Ticket für den Kirchentag im Internet auf www.kirchentag.de erworben werden.
Der Kartenkauf per Telefon unter der Servicenummer 0231 99768-100 oder per Post ist ebenso möglich.

Ausführliche Informationen

Was für ein Geschmack!


Kirchentags-Kochbuch ist erschienen

Warmes Kartoffelbrot, duftender Kastenpickert, deftiger Zwiebel-Majoran-Aufstrich:
So schmeckt Essen in Westfalen.

Diese und andere Rezepte finden sich in dem Kirchentags-Kochbuch "Was für ein Geschmack". Auf 180 Seiten werden Mahlzeiten - passend für jede Jahreszeit - vorgestellt. Die Gerichte sind "ökofair", klimafreundlich und bestehen vielfach aus regionalen und saisonalen Zutaten. Die Rezepte haben Menschen aus vielen Kirchengemeinden, Gruppen, Ämtern und Einrichtungen gesammelt. Im Anhang findet sich das Inhaltsverzeichnis und einige Seiten aus dem Kochbuch. Das Kochbuch kostet 7,00 Euro und kann im Kirchenshop Westfalen gekauft werden. mehr ...

Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie in diesem Kochbuch-Auszug.

Song zum Deutschen Evangelischen Kirchentag


Die Werbeaktionen des Landesausschusses Westfalen für den Deutschen Evangelischen Kirchentag laufen auf Hochtouren. Neben den Buden, die weiterhin ausgeliehen werden können, wird mit grünen Fahnen, Postkarten und nun auch mit einem Lied geworben.
Rainer Beerhenke und Björn Hackländer haben das Lied komponiert, das in herzlicher Ruhrpott-Sprache ("Schön datte da biss, Ker wie ich mich freu, lass uns zusammen was erleben") zum Kirchentag einlädt. Reinhören und von der Vorfreude anstecken lassen!!!

Weitere Themen

Protest gegen die Rodung des Hambacher Forstes


KUB unterstützt friedlichen Protest im Hambacher Forst

Die Konferenz der Umweltbeauftragten (KUB) in den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) fordert RWE auf, freiwillig auf alle Arbeiten im Hambacher Wald bis zum Ende der Gespräche der „Kohlekommission“ zu verzichten, um einen gesellschaftlichen Konsens zum Ausstieg aus der Kohleverstromung zu ermöglichen. Die Konferenz schließt sich damit dem Appell der Bundesumweltministerin Svenja Schulze an. Die Konferenz der Umweltbeauftragten ruft zum friedlichen Protest gegen die Rodung des Hambacher Forstes auf.
Solch ein Moratorium wäre ein deutliches Signal des politischen Willens zu einem notwendigen Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle, so die Umweltbeauftragen. mehr ...

Wo steht die Ökofaire Beschaffung in Kirchen?


"Zukunft Einkaufen" startet mit Auftaktveranstaltung in neue Projektphase

Teilnehmer der Auftaktveranstaltung zur neuen Projektphase von „Zukunft Einkaufen“ trafen sich im Juli, um sich über den Stand des Projektes und neue sowie alte Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Dabei lag der Fokus insbesondere auf einer kooperativen Weiterentwicklung der fairen und nachhaltigen Beschaffung in Kirchen und kirchlichen Institutionen durch die Identifizierung der größten Hürden und der erfolgreichsten Strategien bei der Umsetzung. Dabei wurde die durch „Zukunft Einkaufen“ im Rahmen eines Umstellungsprozesses auf ökofaire Produkte erwerbbare Zertifizierung „Wir beschaffen ökofair“ als wichtige Motivation für einen auch nach außen hin sichtbaren Erfolg gewertet. Bei einem konstant hohen jährlichen Beschaffungsvolumen der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland von insgesamt über 60 Milliarden Euro, waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Umstellung auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in Kirchen ein wichtiger Impuls für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft ist.

Weitere Informationen zu "Zukunft Einkaufen"

Klimasail


Ein neues Bildungsformat im Institut für Kirche und Gesellschaft

In Kooperation des Instituts für Kirche und Gesellschaft mit der Aktion Klimasail der Nordkirche fand im Juli ein Multiplikatorenworkshop zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung auf der Ostsee statt.

Während des einwöchigen Törns von Greifswald über Stralsund, Gedser/Falster, Burg/Fehmarn und Wismar nach Rostock erhielten die Teilnehmenden nicht nur einen Einblick in die Technik des Segelns auf einem Schoner, sondern tauschten sich auch intensiv über vielfältige Themen der Nachhaltigkeit aus. mehr ...

Mein Papa ist im Knast – und was mach ich als Kind?


10 Jahre Vater-Kind-Wochenende für Inhaftierte aus dem offenen Vollzug

„Endlich mit Papa zusammen kuscheln und mal richtig Zeit nur mit ihm“, die Freude darüber ist dem Fünfjährigen anzusehen! Es ist Samstagabend beim Mitmachtheater: Die Kinder haben ihren Vätern bunte Gesichter geschminkt, den Mädchen werden Zöpfe geflochten und die Handpuppen Rudi und Pia sorgen mit bunter Farbe für Hingucker. Seit 10 Jahren wird die deutschlandweit einzige Maßnahme für inhaftierte Straftäter aus dem offenen Strafvollzug und ihre Kinder durchgeführt. mehr ...

Handy, Tablet, WIFI – wie viel ist gut und wie viel genug?


Dreißig Mütter und Kinder haben sich zu der Ein-Eltern-Fahrt in den Sommerferien auf den Weg nach Langeoog gemacht.
„Wir knüpfen mit dem Angebot an die Hauptvorlage 'Familien heute' an, in der sich die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) u.a. zur Aufgabe gemacht hat, Angebote für Alleinerziehende zu etablieren.“, erklärt Nicole Richter vom Institut für Kirche und Gesellschaft, Fachbereich Frauenreferat der EKvW. Zusammen mit Diakonin und Supervisorin Stefanie Röder hat sie das Programm inhaltlich ausgearbeitet. Im Fokus stand u.a. das Thema Medienerziehung. mehr ...

Zeit für Achtsamkeit – Eine Auszeit für Frauen


„Das wichtigste Ziel der Achtsamkeitspraxis ist, mit sich selbst in Kontakt zu kommen“, so hat es Jon Kabat-Zinn, der Vater der modernen Achtsamkeitsbewegung, einmal formuliert. Mit sich selbst und anderen Frauen in Kontakt zu kommen, das war auch das Ziel des Achtsamkeitsseminars, das das Frauenreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft in Kooperation mit der Theologin und Poetin Christina Brudereck angeboten hat.
In ihrem neuen Buch „Für alles gibt es ein Zeit!“ hat sie Gebete, Geschichten und Gedanken für und über Rituale gesammelt, die für eine Auszeit genutzt werden können. Neben Impulsen und Vorträgen zu Betrieblichen Gesundheitsförderung sowie ökofairer und nachhaltiger Ernährung standen auch körperliche Bewegung und Yoga im Mittelpunkt des Seminars. Eine Auszeit für Frauen ist für 2019 wieder in Planung.

"… dass wir Brüder sind!"


Eindrücke von der Hüttenwanderung im Rätikon August 2018

"Als wir alle zusammen den Berg hinauf gingen und uns oben, bevor wir die grandiose Aussicht am Joch genossen, abklatschten – da habe ich realisiert, dass wir Brüder sind." Mit diesen Worten fasste einer der 15 Teilnehmer einen für ihn besonders bedeutsamen Moment der Reise zusammen, die uns vom 18. bis 26. August in das Dreiländereck Liechtenstein – Österreich – Schweiz führte. Unter der Überschrift „Von Horizonten, Durststrecken und Gipfelglück“ waren wir unterwegs zwischen Landschaftspunkten mit so malerischen Namen wie Lünerseealpe, Sulzfluh und dem Hochmadererjoch. Der Gebirgszug ist geprägt durch eine imposante, meist felsig-schroffe Bergkulisse, die von sanfteren, gletschergeformten Landschaften umschlossen wird. Das "Dach" unserer Tour erreichten wir am "Vergaldner Joch" auf 2.515 Metern Höhe. Gerahmt und geprägt wurden die Tage durch Gebets- und Gesprächszeiten am Morgen und am Abend, wenn möglich unter freiem Himmel. Dabei meditierten die Teilnehmer Verse aus dem Kapitel „Alles hat seine Zeit“ des alttestamentlichen Predigerbuches. Die Hüttenwanderwoche endete mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Kirche von Tschaggungs/Voralberg.
Für den Sommer 2020 wird eine neue Bergwanderung geplant und in Angriff genommen.

Martin Treichel, Landesmännerpfarrer

Mit Männern die Zukunft gestalten


Wie sieht eine Zukunft aus, in der Männer sich in unserer Kirche wohlfühlen und mitgestalten können? So lautete die Frage, die 17 Männer an den beiden Seminartagen begleitete. Die Vielfalt der Angebote, die von den unterschiedlichen Männergruppen vor Ort angeboten werden, sorgte für einen regen Austausch von Ideen, wie die Arbeit für die Zielgruppe "Männer" weiter verbessert und zukunftsfähig gemacht werden kann.
Trotz dem allgemeinen Trend, der schrumpfenden und älterwerdenden Kirche, ist die Männerarbeit auch für die kommenden Jahre ein wichtiger Platz für Männer, um Gemeinschaft und Unterstützung zu erfahren. Die Gruppe arbeitete die aktuellen Trends in der Gesellschaft und den Gemeinden heraus und analysierte auf dieser Grundlage die Bedürfnisse von Männern, um Angebote für diese zu entwickeln. Ein zentrales Ergebnis war, die Fähigkeiten der Einzelnen wertzuschätzen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, diese in die Gemeinschaft einzubringen.
So unterschiedlich die Arbeit vor Ort auch umgesetzt und Evangelische Männerarbeit auch verstanden wird, so ist die Ermöglichung von vorurteilsfreien Begegnungen in der Gemeinschaft, ein zentrales Wesensmerkmal, die diese Arbeit heute und in Zukunft ausmacht.

Björn Rode

Ausgereift - Ein altes Handwerk neu entdeckt


Bier, das alkoholische Getränk Nummer eins in Deutschland. Zudem dem Klischee nach, ein sehr männliches Getränk. Herb, fast bitter, ein Getränk, das selbst Martin Luther der Legende nach gern getrunken hat, besonders wenn es Katharina von Bora gebraut hat. Mit diesem Getränk, dessen Herstellung vor 300 Jahren noch Alltagswissen in Deutschland war, befassten sich 12 Männer ein Wochenende lang ausgiebig in Haus Villigst.
Christian "Brauwolf" Wolf, erfahrener Brauer und Biersommelier, also jemand,  der etwas versteht vom Geschmack des Bieres, nahm die Männer am Samstag mit auf eine interessante Reise durch die Herstellungsverfahren, die Ursprünge der Rohstoffe und die Feinheiten der Geschmacksunterschiede der zahlreichen Hopfen- und Malzsorten. Natürlich durfte auch die eigene Herstellung eines Bieres nicht fehlen. Mit Kelle in der Hand ging es an die Maische.
Nach einer Andacht am Sonntag stand der eigene, oftmals auch kritische Umgang mit dem eigenen Bier- und Alkoholkonsum im Zentrum. Nach einem intensiven Austausch blickten wir noch einmal zurück auf 502 Jahre Reinheitsgebot und die Historie der Bierbraustadt Dortmund. Die Männer waren sich einig, dass dieses interessante Seminar gerne im nächsten Jahr mit einer Studienfahrt nach Bayern fortgesetzt werden darf.

Marcel Temme/Björn Rode

Organspende braucht Entscheidung


Evangelische Frauen lehnen Widerspruchsregelung ab

Die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) lehnen die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Einführung einer Widerspruchsregelung im deutschen Transplantationsgesetz entschieden ab. "Das ist keine kleine Änderung, das ist ein Paradigmenwechsel bei der zentralen Rechtsgrundlage der so genannten postmortalen Organspende in Deutschland: von der Freiwilligkeit hin zur Verpflichtung", sagt EFiD-Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth. mehr ...

Organspende - Der andere Ausweis

Welches Wachstum braucht die Welt?


Neue Ideen für besseres Wirtschaften
Tagung von IKG und Amt für MÖWe gab dazu Anstöße

Fragen der Wachstumskritik werden spätestens seit den 1970er Jahren öffentlich diskutiert. Trotzdem hat sich das wirtschaftliche Wachstumsparadigma bis heute weiter durchgesetzt. Grenzen werden meist überschritten und längst sind die Folgen einer stetig wachsenden Wirtschaft für viele Menschen teilweise bitter spürbar. Während der Tagung „Welches Wachstum braucht die Welt? – Die Wachstumslogik der Agenda 2030 auf dem Prüfstand“ in Haus Villigst suchten Teilnehmende und Referent*innen nach neuen Ideen für eine Wirtschaft im Dienst des Lebens. Ziel war es, neue Impulse zu setzen und wachstumskritische Fragen in Verbindung mit den globalen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen zu diskutieren. Eingeladen dazu hatten das Institut für Kirche und Gesellschaft sowie das Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der westfälischen Landeskirche. mehr ...

Tagungsdokumentation “Welches Wachstum braucht die Welt?“

Festung Europa


Wo bleiben die Menschenrechte?

„Es geht darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu lenken, wie Europa hier in skandalöser Weise Recht bricht und seine Werte verrät ...“, so der rheinische Präses Manfred Rekowski bei seinem Besuch auf Malta vor wenigen Wochen. Er wies Vorwürfe zurück, private Seenotretter spielten Schleppern in die Hände. „Diese Helferinnen und Helfer retten Menschenleben, die in Seenot sind", sagte Rekowski. „Der Vorwurf, sie arbeiteten den Schleppern in die Hände, kriminalisiert sie und ihren wertvollen Dienst." Die Seenotretter seien nicht die Ursache für die Flucht über das Mittelmeer, sondern die Reaktion auf eine Entwicklung, die auch Ergebnis einer falschen Flüchtlingspolitik sei. Damit unterstrich der rheinische Präses den Beitrag von Harald Glöde auf der Veranstaltung der Evangelischen Akademie, die kürzlich in Düsseldorf stattfand. mehr ...

Kirche im Quartier


"Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn"

Sozialer Zusammenhalt wird durch verschiedene Faktoren, wie Wohnumfeld, Familie, Nachbarschaft, Bildung, Kultur, Gesundheit, Wirtschaft und Politik bestimmt. Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände verfügen über Zugänge zu vielen Lebenswelten, die das Miteinander im Quartier stärken. Kirchen gestalten ein förderliches Umfeld für stabile Nachbarschaften und eine lebendige Bürgergesellschaft, die allen Bevölkerungsgruppen Teilhabe ermöglicht. Das Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) setzt diesen biblischen und kirchlichen Anspruch in die Praxis um. Gemeinsam mit Partnern aus Kirche, Diakonie und Wissenschaft werden kirchliche Projekte und Positionen zu einer nachhaltigen, friedvollen und integrativen Quartiersentwicklung erarbeitet und diese in die gesellschaftliche Diskussion eingebracht. mehr ...

Termine

Geht doch!


Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt durch das Gebiet der Westfälischen Landeskirche

Die Evangelische Kirche von Westfalen begrüßt die Pilger auf dem ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit. Der Weg wird vom 19. bis 29. September durch das Gebiet der EKvW und des Bistums Paderborn führen.
Präses Annette Kurschus lädt dazu ein, Etappen dieses Weges mit zu pilgern: „Ich freue mich, dass auch 2018 der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wieder durch das Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen führen wird und begrüße all die Menschen, die ihre Freude am Pilgern mit dem Engagement für den weltweiten Klimaschutz verbinden. Möge ihr Anliegen in Katowice, Polen, bei der UN Gehör finden.“ Annette Kurschus wird am Sonntag, 23. September, um 10 Uhr die Predigt in der Wiesenkirche Soest halten und anschließend ein Stück des Weges mitlaufen.
Der Pilgerweg mit dem Motto „Geht doch!“ führt über Hagen, Schwerte, Unna, Soest, Lippstadt, Paderborn, Bad Driburg und Steinheim weiter Richtung Katowice in Polen. In Paderborn ist am 25. September ein Workshop-Tag geplant, bei dem mit vielen Aktionen die zentralen Forderungen der Pilger und Pilgerinnen vermittelt werden sollen. Sie fordern zu einem höheren Engagement im  Klimaschutz auf. Die Ziele des UN-Klimaschutzabkommens von Paris 2015, zu deren Einhaltung Deutschland sich verpflichtet hat, sollen nicht verfehlt werden. Dazu gehört notwendigerweise der schnelle Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland.

Weitere Informationen gibt es unter www.klimapilgern.de und bei Volker Rotthauwe vom Institut für Kirche und Gesellschaft unter der Telefonnummer 02304/755 336.

Programmflyer

Konflikt und Diskurs


Zum Umgang der evangelischen Kirche mit rechtspopulistischen Strömungen

Innerhalb weniger Jahre haben sich rechtspopulistische Strömungen in Deutschland zu einer bedeutenden gesellschaftlichen Stimme entwickelt und sorgen damit auch in der evangelischen Kirche für erheblichen Gesprächs- und Orientierungsbedarf. Es muss geklärt werden, welche Konzepte Kirche, Zivilgesellschaft und Politik im Umgang mit dem Rechtspopulismus haben bzw. brauchen. Soziologische und politikwissenschaftliche Ansätze treten bei der Tagung in einen Dialog mit theologischen und kirchlichen Perspektiven.

Weitere Informationen und Anmeldung

Die Kunst der Tanzimprovisation


Tanz der Faszien - Das Körpernetzwerk Kreativ

26. Oktober 2018, 16.30 Uhr - 28. Oktober 2018, 14.00 Uhr
Haus Villigst, Schwerte

Faszien sind in aller Munde - unsinniger Hype oder wissenschaftliche Erkenntnisse in Bewegung? Faszien (aus dem Lateinischen: „Band, Bündel, Verbund“) bezeichnen einen Teil des Bindegewebes. Die Faszien gestalten sich als Membrane und durchdringen den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk.
An diesem Wochenende erforschen wir die Prinzipien und Wirkungsweisen am eigenen Körper. Netzwerkeln in Körperarbeit und Tanz, bewegen wir uns dynamisch und tiefgehend lösend. Die Methode des Creative Dance weckt die Kreativität und Intuition.
Verbindung und Kommunikation, Austausch und fließender Transport, Form und freier Fluß werden die faszinierenden Tanzthemen für die freien, kreativen und gestalteten Performances. Inspiration und Erholung, sowie Freude am Tanzen in der Natur sind uns sicher!
Offen für alle körper- und tanzinteressierte Männer und Frauen.

Leitung: Gabriela Jüttner, Dipl.-Tanzpädagogin
Asisstenz: Katharina Jüttner, Tanzpädagogin AfT i.A.
Kosten:
215,00 € inkl. Übernachtung im DZ und Vollverpflegung, Einzelzimmerzuschlag 20,00 € pro Übernachtung

Zur Anmeldung

Alltagswelt und Sonntagskirche


Was Kirche und Bergbau verbindet

29. - 30. Oktober 2018
Haus Villigst, Schwerte

Die Schnittmenge von Alltagswelt und Sonntagskirche ist oft recht klein. Die Tugenden des Bergbaus und die Werte der christlichen Sozialethik - Solidarität, Zuverlässigkeit und gegenseitige Fürsorge - zeigen dagegen eine überraschende Nähe zueinander. Bergbau und Kirche haben sich im Ruhrgebiet gemeinsam entwickelt, es gab eine gemeinsame Geschichte und zuweilen auch gemeinsame Interessen. Das kirchliche Engagement in der Humanisierung der Arbeitswelt ist nicht sehr öffentlich gewesen - hat auf dem Pütt aber eine Rolle gespielt. Die Mitarbeit von Bergleuten in den Kirchengemeinden hat deren Kultur mit geprägt. Wie ist mit dem Erbe umzugehen?

Weitere Informationen und Anmeldung

Die ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit"


11. - 17. November 2018

Gerechtigkeit bei Arbeit und Einkommen, Gerechtigkeit unter den Geschlechtern und zwischen den Generationen, Gerechtigkeit in der Bildung oder auch vor dem Gesetz und Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt – das sind die Themenschwerpunkte, die die Programme der ARD in der Woche vom 11. bis 17. November 2018  bespielen. Sie gehen dabei den Bedingungen eines gerechten Zusammenlebens nach. Die ARD will dabei Haltung zeigen, wo sich Missstände offenbaren.
Die ausgewählten Spielfilme, Dokumentationen, Reportagen und Ratgebersendungen der ARD-Themenwoche werden im Ersten Deutschen Fernsehen, den Dritten Programmen und auch im Radio ausgestrahlt. Ebenso sind sie im Internet abrufbar.

Weitere Informationen zur ARD-Themenwoche

Krieg 3.0


Ökumenische FriedensDekade

11. - 21. November 2018

Am 11. November 2018 ist ein besonderer Tag: Wir erinnern uns an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Dieser Gedenktag ist ein geeigneter Anlass, um die diesjährige Ökumenische FriedensDekade zu beginnen. Die biblische Mahnung „Suche den Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15) ist mehr denn je eine aktuelle Herausforderung: Der Rückgriff auf nationalistische, unilaterale und aggressive Politikkonzepte nimmt international immer mehr zu. Das Spiel um geopolitische Macht ist auf die Bühne der Weltpolitik zurückgekehrt.

Einladung zur Teilnahme an der Ökumenischen FriedensDekade 2018

Materialsammlung für Gemeinde und Unterricht
Kriege beenden - Frieden beginnen
100 Jahre Ende Erster Weltkrieg: Erinnern für die Zukunft 

Bibliodrama zum Thema Versöhnung


Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Polskie Towarzystwo Bibliodramy und Deutsche Gesellschaft für Bibliodrama laden zu ökumenischen, deutsch-polnischen Bibliodrama-Workshops ein.

13. - 17. November 2018
Krzyzowa

Bibliodrama in Kreisau bietet die Möglichkeit zu einer ersten oder weiteren Begegnung mit Bibliodrama, die zudem durch die Arbeit in einer internationalen Gruppe mit Erfahrung von Vielfalt verbunden ist, berufliche Qualifikationen von Lehrkräften zu verbessern, das Thema Versöhnung aus verschiedenen Perspektiven zu vertiefen.
Der diesjährige 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs ist für uns vor allem eine Gelegenheit, intensiver zusammen über das Thema Versöhnung reflektieren.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit

Klartext! Erhebe deine Stimme!


27. Villigster Mädchen- und Frauentreffen

17. - 18. November 2018
Haus Villigst, Schwerte

Es ist Kult und einmalig: das Villigster Mädchen- und Frauentreffen! Das intergenerative Seminar für Mädchen und Frauen fokussiert im November 2018 das Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht und erinnert an die frauenpolitischen Vorreiterinnen für unsere Demokratie.
In vielfältigen Workshops geht es u.a. darum, die eigene Stimme neu kennenzulernen, anderen Stimmen zuzuhören und natürlich viel zu singen, zu lachen und zu reden! Ca. 100 Mädchen und Frauen (von 13 bis 99 Jahren) kommen dabei immer zusammen, hören voneinander und diskutieren miteinander über die Rolle als Frau und als Mädchen, als Mensch in dieser Welt. Ein stimmungsvoller, geschlechterbewusster Gottesdienst rundet den Event ab.

Weitere Informationen und Anmeldung

Personalia

Anne Heckel ist die neue Frauenbeauftragte


Seit Anfang diesen Monats ist das Team des Fachbereichs V. "Frauenreferat" wieder vollständig: Pfarrerin Anne Heckel hat zum 1. September 2018 die Nachfolge von Pfarrerin Diana Klöpper angetreten.
Mit Anne Heckel wird das interdisziplinäre Team des Frauenreferats um theologische und politikwissenschaftliche Kompetenzen erweitert. Die Arbeit des Frauenreferats hat sie durch die Arbeit im landeskirchlichen Frauenausschuss 2012 - 2016 und die des Instituts für Kirche und Gesellschaft im Rahmen eines Sondervikariats 2012 / 2013 kennengelernt. Einen besonderen Fokus legt sie darauf, die Lebensrealität von Frauen in Kirche und Gesellschaft sichtbar zu machen.

Anne Heckel war zuletzt Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte mit dem Schwerpunkt Diakonie. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Publikationen

Halbjahresprogramm der Evangelischen Akademie Villigst


Das aktuelle Halbjahresprogramm der Akademie Villigst ist ein kleines Heft, thematisch gegliedert und mit kurzen Texten zu jeder Veranstaltung. Wir wollen Ihnen damit den Zugang zu spannenden Tagungen und informativen Seminaren erleichtern. So können Sie gleich die für Sie richtige Seite aufschlagen und haben alle Veranstaltungen Ihres Interessengebietes auf einen Blick.
Natürlich gibt es weiterhin beide Programmteile "Diskurse und Dispute" sowie "Spiritualität und Kreativität". Mit diesen beiden Programmen wollen wir ein Forum sein, in dem über die wichtigen Themen unserer Zeit nachgedacht und diskutiert wird und gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen wird, auf eine ganzheitliche Art und Weise das individuelle Leben mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden.

In Papierform erhalten Sie das Halbjahresprogramm bei:
Bettina Pelters
02304 755 327
E-Mail schreiben

AN.STOSSEN - Die Retrospektive


Der 1956 gegründete Verein Evangelischer Sozialseminare von Westfalen e.V., Herausgeber der Zeitschrift "an.stossen", wurde zum 30. Juni 2018 aufgelöst.
Diese letzte Ausgabe der "an.stossen" enthält u.a. eine Auswahl von Artikeln und Beiträgen aus den letzten Jahren, die ihre Aktualität bis heute nicht verloren haben.

42. Ausgabe "an.stossen"
Ein Blick zurück nach vorn: Die Retrospektive

In Papierform ist die Ausgabe zu bestellen bei:
Bärbel Walzinski
Tel.: 02304 755 376
E-Mail schreiben

Weggeleit 2019


Seit vielen Jahren gibt die Männerarbeit das "Weggeleit" heraus - ein ansprechend gestaltetes Andachts- und Meditationsheft mit den Auslegungen der Jahreslosung sowie der Monatssprüche mit dazu passenden Texten und Bildern. Das „Weggeleit“ eignet sich gut für Andachten in verschiedenen Gemeindekreisen und Gruppen oder auch als kleines Geschenk. Der Preis beträgt 2,00 Euro pro Exemplar zuzüglich der Versandkosten.

Bestellungen, auch in größeren Stückzahlen möglich, richten Sie bitte an:
Sarah Wittfeld
Tel. 02304/755-346
E-Mail schreiben

Der Versand der Hefte erfolgt Anfang Dezember, so dass es beispielsweise als Weihnachtsgruß rechtzeitig an die jeweiligen Empfänger*innen weitergegeben werden kann. 

Interreligiöser Kalender


"Miteinander 2019 – Juden Christen Muslime"

Der vom Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung in Dortmund herausgegebene interreligiöse Kalender „Miteinander 2019 – Juden Christen Muslime“ ist vor kurzem erschienen. Der Fotokalender ist von einem interreligiösen  Redaktionsteam, das mehrheitlich in Dortmund lebt und arbeitet, erstellt worden.

Der Kalender ist beim Luther-Verlag in Bielefeld erschienen und kann direkt beim Verlag, beim Institut für Kirche und Gesellschaft (laura.unruh@kircheundgesellschaft.de), beim Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (andrea.wiesemann@moewe-westfalen.de) oder im Buchhandel bestellt werden.

Institut für Kirche und Gesellschaft/Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (Hg.):
Miteinander 2019. Juden – Christen – Muslime, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-7858-0736-1, € 9,90

Bestellformular

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon: 0 23 04 / 755 - 332
Telefax: 0 23 04 / 755 - 318

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