Newsletter Oktober 2016

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Liebe Leserin, lieber Leser,

kurz vor den Herbstferien möchten wir Ihnen in unserem Newsletter einen aktuellen Einblick in unsere Arbeit beim Institut für Kirche und Gesellschaft geben. Druckfrisch liegt die erste Sonderbeilage „Eins mit Sternchen“ der Evangelischen Zeitung „UK – Unsere Kirche“ vor. Dreimal pro Jahr wird das Magazin zum Thema „Frauen. Männer. Perspektiven“ in Zukunft erscheinen. Inhaltlich verantwortlich dafür sind das Frauenreferat und die Männerarbeit in unserem Institut und die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen. Werfen Sie einen Blick hinein – es lohnt sich!

Mit großem Erfolg haben unsere beiden Zukunftswerkstätten in Bochum und Herne stattgefunden. Sie gehören zu unserem Projekt „Nachhaltigkeit nimmt Quartier“. In Herne Wanne-Süd und Bochum-Hamme haben sich Bewohnerinnen und Bewohner der Viertel zusammengefunden, um aktiv an einer positiven Veränderung ihrer direkten Umgebung mitzuwirken. Lesen Sie, welche Pläne geschmiedet wurden und wie es dort weitergeht.

Das Institut hat sich an vielen Aktionen beteiligt, Veranstaltungen zu aktuellen Themen durchgeführt und wieder spannende Tagungen und Seminare geplant, die hoffentlich Ihr Interesse wecken.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre

Ihr Klaus Breyer
Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Teile und herrsche nicht!

So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums.
Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR. Jeremia 9,22-23

Zugegeben: Beim ersten Lesen dieser Verse war ich verärgert: So ein besserwisserischer Prophetentext! Du sollst Dich nicht rühmen!
Warum eigentlich nicht? Es ist doch nicht schlecht, selbstbewusst zu sein, es ist doch nicht schlecht, wenn man/ frau weise, stark oder reich ist. Bei genauerem Hinsehen behauptet das auch Jeremia nicht.

Vielmehr stellt er uns eine ganz andere Frage:
In welchen Dienst stellst Du eigentlich deine Intelligenz, deine Macht, deinen Reichtum? Benutzt Du deinen Verstand, deine Beredsamkeit deine Intelligenz nur in eigener Sache? Ist dein Können und Vermögen nur ein Mittel, vielleicht sogar eine Waffe andere an die Seite zu drängen, den Kollegen, die Kollegin im TEAM schlecht aussehen zu lassen, um umso mehr im Glanze zu stehen?
Jeremia macht klar, wer sich so seiner eigenen Fähigkeiten rühmt, dessen Weisheit pervertiert schnell zum Herrschaftswissen, dessen Macht mutiert zum Machtmißbrauch, dessen Reichtum demütigt die Armen. Wer sich auf diese Weise seiner selbst rühmt, der teilt die Welt in Mächtige und Ohnmächtige, in Bedeutende und Unbedeutende, in Dumme und Kluge. Als „Rheinischer Jeremias“ beschreibt Hans Dieter Hüsch die Welt des „Sich-Selbst-Rühmens“. „Teile und herrsche nicht“ heißt dieser Text, den ich hier in Auszügen wiedergebe.

Zwar heißt es
Vor Gott sind alle Menschen gleich
Und human das möchte jeder gerne sein
Aber welcher Bedeutende will sich schon mit einem Unbedeutenden
Welcher Kluge will sich schon mit einem Dummen

Welcher Verschlagene will sich schon mit einem Geschlagenen
Auf eine Stufe stellen?
Wer will das schon?

Die Erde gehört uns allen
So wie der Sand den man am Grabe
Freundlich uns nachwirft
Allen gehört

Aber im Leben gehören
Die Armen den Reichen
Die Dummen den Klugen
Die Geschlagenen den Verschlagenen
Die Schweigenden den Schwätzern
Die Friedfertigen den Streitsüchtigen

Die Erde aber könnte uns allen gehören
Wenn dein Haus auch mein Haus
Mein Geld auch dein Geld
Mein Los auch dein Los
Mein Glück auch dein Glück
Dein Leid auch mein Leid wäre

Teile und herrsche nicht!
Aber wer kann das schon?

An das Ende seines Textes setzt Hüsch eine große Vision, eine Vision von der Überwindung der Selbstbezogenheit, vom Ende des Konkurrenzkampfes, der Abschottung und der Demütigung. Aber, es ist eine Vision mit einem Fragezeichen. Ihre Quintessenz lautet: „Teile und herrsche nicht!“ Doch Hüsch lässt provozierend, die Frage folgen: „Aber wer kann das schon?“ „Aber wer kann das schon?“ Die dem Untergang geweihte Herrscherclique zur Zeiten Jeremias – sie konnte es nicht! Die politischen Ratgeber am Jerusalemer Königshof - sie waren klug. Die militärischen Führer von damals - sie waren stark. Und die königliche und die adelige Oberschicht - sie war reich. Aber sie waren allesamt klug und stark und reich auf Kosten des Volkes, das ausgeplündert wurde. All dies sollte auch bitteschön so bleiben.

Diesen „Klugen“, „Starken“, „Reichen“ und „Sich-selbst-rühmenden“ schleudert der Prophet eine letzte Warnung entgegen:
So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Wer sich rühmen wolle, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir.

Was für eine Ansage! Jeremias Warnung ist ein Weckruf zum Glauben und gleichzeitig ein politisches Statement mit großer Brisanz. Wenn ich mich Gott zuwende, wenn ich ihm vertrauen, ihn und nicht mich loben, preisen, rühmen kann, dann kann ich mich fallen lassen und es mir gefallen lassen, dass ich schwach bin und meine Klugheit Grenzen hat. Wenn ich mich von Gott finden lasse und unmittelbar spüren kann, dass er mich unvollkommenen Menschen sieht und annimmt (so wie es in der Kirchentagslosung 2017 heißt), dann kann ich zur Ruhe kommen und meine verzweifelte Suche nach Macht und Einfluss, mein Buhlen um Bedeutung und Anerkennung beenden.
Was für eine Freiheit wird uns dadurch geschenkt! Der Ausstieg aus dem sich immer schneller drehenden Rad der Eitelkeiten, der Gier nach immer mehr, der Sorge um Glanz, Größe und Ruhm - all dies wird möglich. Wir werden frei, das wirklich „Not“-wendende miteinander und füreinander zu tun.

„Teile und herrsche nicht! Aber wer kann das schon?“, so fragt Hüsch.

Ich denke mit Gottes Hilfe können wir es zumindest versuchen! Und dies immer wieder, unverzagt und mit Gottvertrauen. Ich glaube wir spüren dann, was es bedeutet, so zu sein, wie Gott uns gewollt hat und immer noch will: „einfach frei!“ oder mit Hüsch – gut „rheinisch“ - ausgedrückt: „vergnügt, erlöst, befreit!“

Klaus Breyer

Villigster Anmerkungen zum solidarischen Europa


Spanien bleibt eine europäische Erfolgsgeschichte!

Überschuldete Hausbesitzer, Rekordarbeitslosigkeit, jahrelanger Sparhaushalt, insolvente Regionen, Korruptionsaffären beim kommissarisch regierenden Partido Popular (PP), Führungskrise bei den oppositionellen Sozialisten (PSOE), sterbende Dörfer, Separatismus in Katalonien, verfestigte Perspektivlosigkeit für eine ganze Generation – eigentlich ist Spanien der perfekte Cocktail für einen veritablen Rechtsruck. Eigentlich.

Tatsächlich aber hebt sich Spanien seit Jahren wohltuend von der Entwicklung in anderen EU-Staaten ab. Zwar ist das politische System auch hier ordentlich in Bewegung gekommen. Aber anders als etwa in Frankreich, den Niederlanden oder Österreich werden die beiden etablierten Parteien nicht vom rechten, nationalistischen Rand herausgefordert, sondern vielmehr von den liberalen „Ciudadanos“ sowie der kompetent und geschickt agierenden linken Bewegung „Podemos“.  Diese stabile Ausgangslage lassen offenkundig auch die aktuellen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung nahezu unberührt.

Ein nicht zu unterschätzender Grund für den spanischen Sonderweg liegt sicher darin, dass die meisten Spanierinnen und Spanier darin übereinstimmen, dass das Land für seine Krise in erster Linie selbst verantwortlich ist, die Überwindung der Krise daher auch weitgehend aus eigener Kraft gelingen muss. Populistische Forderungen nach Abschottung oder Ausgrenzung fallen da kaum auf fruchtbaren Boden. Bereits im Wahlkampf 2011, also mitten in der Krise, hatte der damalige Oppositionsführer Mariano Rajoy (PP) umfassende strukturelle Reformen und einen harten Sanierungskurs in enger Zusammenarbeit mit der EU angekündigt - und anschließend mit absoluter Mehrheit gewonnen. Die anderswo üblichen, pauschalen Schuldzuweisungen an Brüssel verfingen hingegen nicht und sind bis heute weitgehend ausgeblieben. Mit antieuropäischen Ressentiments sind in Spanien weiterhin keine Wahlen zu gewinnen, und dies trotz heftiger Auseinandersetzungen über konkrete Maßnahmen des EU-Krisenmanagements.

Inzwischen, nach acht teils dramatischen Krisenjahren, gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels. Sollte sich die begonnene wirtschaftliche Erholung verstetigen und sogar weiter an Fahrt gewinnen, könnte Spanien erneut zu einer europäischen Erfolgsgeschichte werden. Die erste begann vor gerade mal 30 Jahren, als das Land zusammen mit Portugal der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) beitrat. Damals lagen die faschistische Franco-Ära und der letzte versuchte Militärputsch erst wenige Jahre zurück. Mit dem EG-Beitritt setzte jedoch eine atemberaubende Entwicklung zu wirtschaftlicher Prosperität und demokratischer Stabilität ein. Wenn Spanien heute trotz langjähriger Krise politisch bewundernswert stabil und weit und breit kein Rechtsruck in Sicht ist, ist dies auch ein nachhaltiger Erfolg der europäischen Integration - und Balsam für die geschundene europäische Seele.

Ach, und die Kirchen? Sie sollten Spanien und seine politische Stabilität als europäische Erfolgsgeschichte bewusst in ihren Narrativ eines solidarischen Europas einbinden. Gerade in der Auseinandersetzung mit eher europaskeptischen Bewegungen könnte dies die ursprüngliche Strahlkraft des europäischen Projekts wieder deutlicher zum Vorschein bringen.

Kontakt:

Dr. Jürgen Born
juergen.born@kircheundgesellschaft.de

Steht der Flüchtling noch im Mittelpunkt?


NRW-Asylpolitik zwischen Willkommenskultur und Abschiebungsdruck

In den „Eckpunkten zur Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in Regeleinrichtungen des Landes NRW vom 22. Dezember 2015“ heißt es unter der Überschrift „Paradigmenwechsel in der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen“: „Die Landesregierung wird bei der Aufnahme, Unterbringung und Versorgung dem Individualrecht auf Asyl Rechnung tragen. Im Mittelpunkt der Erstaufnahme wird der Asylsuchende mit seinen elementaren Interessen und Bedürfnissen, aber auch mit dem selbstverständlichen Anspruch auf menschenwürdige und seinen Bedürfnissen entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung stehen.“ mehr ...

Nachhaltigkeit nimmt Quartier


Zukunftswerkstätten in Herne und Bochum: Ideen für morgen

"Nachhaltigkeit nimmt Quartier" heißt ein Modellprojekt, das das Institut für Kirche und Gesellschaft und die Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW in Bochum-Hamme und Herne Wanne-Süd durchführen. Was das konkret bedeuten kann, wurde an den zwei  Wochenenden im September deutlich. Bei den Zukunftswerkstätten in Wanne-Süd und Hamme entwickelten Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadtviertel Visionen für ihre Nachbarschaft. „Wie kann mein Quartier lebenswerter und nachhaltiger werden und wie können wir gemeinsam unsere Ideen umsetzen?“ waren die Fragen, die im Fokus standen.
mehr ...

5. NRW-Nachhaltigkeitstagung


Eckpunktepapier zur Nachhaltigkeitsstrategie

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und Verbraucherverbänden hat jetzt ein Eckpunktepapier zur Nachhaltigkeitsstrategie NRW veröffentlicht. Anlass war die 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung in Münster. In diesem Positionspapier begrüßt das Bündnis ausdrücklich die im Juni 2016 von der NRW-Landesregierung verabschiedete Strategie. Es will einen Beitrag zur Debatte um die Weiterentwicklung und Konkretisierung der Nachhaltigkeitsziele leisten.
"Nachhaltigkeit ist ein sehr wichtiges Leitbild für die Entwicklung unseres Energie- und Industrielandes NRW. Voraussetzung ist aber, dass mit der Strategie auch die Konfliktfelder angepackt und systematisch bearbeitet werden. Wir haben zentrale Ziele und Kernforderungen für eine nachhaltige Entwicklung formuliert, beispielsweise für die Bereiche Armutsbekämpfung, nachhaltiges Wirtschaften, Ressourcenschutz, Energiewende und Klimaschutz sowie zur internationalen Verantwortung von NRW", so Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft.

Das Positionspapier finden Sie hier.

Gemeinsames Klima-Manifest


Mehr als 100 Organisationen veröffentlichen gemeinsames Klima-Manifest

Die Klima-Allianz Deutschland fordert Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, den Klimaschutzplan 2050 deutlich nachzubessern. Bei der Übergabe des Klima-Manifests am 8. September mit Forderungen und Handlungsempfehlungen zur Bundestagswahl an Vertreterinnen und Vertreter der Parteien betonte das Bündnis die Bedeutung eines wirksamen Klimaschutzplans 2050. mehr ...

Wirtschaft gestaltet Zukunft


Die Rolle der Unternehmen in der Einwanderungsgesellschaft

Initiativkreis “Mitten in Westfalen“ veranstaltete achte Wertekonferenz

Das Bundesinnenministerium hat im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Flüchtlinge in Deutschland registriert. Die Eingliederung von Schutzsuchenden in unsere Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt erfordert dabei weiterhin die aktive Mitwirkung von Unternehmen. Wie kann diese gelingen? Welche Herausforderungen gilt es zukünftig zu meistern? Was hat sich bisher bewährt und wo gibt es Nachholbedarf. mehr ...

Mensch sein mit Leib und Seele


Genderseminar im Weinberg

Das lange Erntedankwochenende nutzten acht Frauen und sechs Männer für eine Reise in den rheinhessischen Weinort Lorch. Das Frauenreferat und die Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen hatten eingeladen, sich in diesen Tagen als „Mensch mit Leib und Seele“ zu erfahren. Die besondere Atmosphäre zwischen Fluss und Weinbergen inspirierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu intensiven Gesprächen und lebhaftem Austausch. mehr ...

Fachkräfte der Jugendarbeit „gegendert“


„Was bedeutet eigentlich Gender?“ „Und was genau ist gendersensible Pädagogik?“
Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Geschlechtergerechtigkeit gingen 25 Männer und Frauen aus dem Kreis Fröndenberg bei einem Studientag nach.
Eingeladen hatte die Gleichstellungs-, Familien- und Seniorenbeauftragte der Stadt Fröndenberg, Birgit Mescher. Referentin Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat der EKvW im IKG, führte mit dem Methodenset „Die Reise durch das Genderland“ ein abwechslungsreiches Gendersensibilisierungstraining durch.

Weitere Informationen zu dem Methodenset „Die Reise durch das Genderland“ und Anfragen für einen Studientag gibt es unter 02304 755 230.

Gesucht: Balance zwischen Familie, Beruf und Ehrenamt


Sich freiwillig für eine Sache zu engagieren, die einem am Herzen liegt, macht Spaß, gibt Sinn und vermittelt neue Kenntnisse und Fähigkeiten.
Doch das Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung, Familie und Hobbies im Leben unterzubringen, kann auch Stress bedeuten. Dies legen nicht nur aktuelle Studien wie das Freiwilligensurvey nahe, sondern bestätigten auch die TeilnehmerInnen des Workshops „Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf und Familie“. Ob Schulstress durch G8, Studium und Praktika, Familiengründung und Berufseinstieg oder Arbeit und Pflege von Angehörigen, jede Lebensphase stellt andere Herausforderungen an das persönliche Zeitmanagement. Trotzdem engagieren sich über 40 Prozent der Menschen in Deutschland freiwillig. mehr ...

Großes Interesse an den Aktivitäten zu einer nachhaltigen Entwicklung


Delegationen aus verschiedenen Ländern informierten sich in den letzten Wochen über die Programme und Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der EKvW. Interessiert waren die Partner sowohl an den Gebäudemanagementkonzept "Grüner Hahn" als auch an den Erfahrungen der Klimaschutzagentur und den Projekten zu einem neuen Konsum- und Lebensstil. Die Gäste aus Polen konnten sich vorstellen, die Aktion "Klimafasten" in ihren Kontext zu übertragen. Der Ausbau der Partnerschaft zum Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken unter dem Thema „Klimagerechtigkeit“ weckte das Interesse des Bischof aus Zimbabwe. Und die Studierenden und Dozenten aus Tansania wollen die Zusammenarbeit mit dem IKG im Bereich nachhaltige Entwicklung intensivieren.

Foto untere Reihe v.l.: Anna Wrzesinska, Referentin für internationale Beziehungen; Ewa Sliwka, Direktorin der Kirchenkanzlei; Agnieszka Godfrejow-Tarnogorska, Pressesprecherin; Volker Rotthauwe; hintere Reihe v.l.: Thomas Krieger, MÖWe; Jerzy Samiec, Bischof der evangelisch-augsburgischen Kirche in Polen

Tipps und Termine

Neue Veranstaltungsreihe "E-wie-Ehrenamt“


Mit zwei Seminaren startet in diesem Herbst eine Veranstaltungsreihe unter dem Logo „E-wie-Ehrenamt“. Diese soll das Fortbildungsangebot der Ämter und Werke dort ergänzen, wo weniger spezialisiertes Know-How gefragt ist, sondern allgemeinere Inhalte im Vordergrund stehen. Es richtet sich auch an die Hauptamtlichen in unserer Kirche, die viel mit und für Ehrenamtliche arbeiten.


Gewinnen. Motivieren. Anerkennen
Leitungskompetenzen mit Ehrenamtlichen

02. - 03. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder wollen sich engagieren. Insbesondere die Evangelische Kirche ist in den Gemeinden, Ämtern und Werken auf das Engagement vieler angewiesen. Die Ehrenamtlichen müssen begleitet, unterstützt und motiviert werden. Wie gelingt es Menschen für ein Engagement zu gewinnen? Wodurch gelingt ein wertschätzendes Miteinander? Wo muss Leitungskompetenz gestärkt werden? Welche Maßnahmen kann Leitung ergreifen, um die Ehrenamtlichen in ihrer Motivation zu unterstützen und auch neuen Menschen zu ermöglichen sich zu engagieren? Wie kann der wertschätzende Blick auf die Vielfalt des Engagements und der Engagierten geschärft werden?

Weitere Informationen im Programmflyer

Zur Anmeldung


Darf es eine Aufgabe mehr sein?
Achtsam mit sich im Ehrenamt

18. - 20. November 2016
Haus Haard, Oer-Erkenschwick

Diejenigen, die sich in Kirchengemeinden und in Projekten engagieren, sind oft mit vollem Einsatz dabei. Sie sind in ihrem Ehrenamt vielfältigen Anforderungen ausgesetzt und tragen Verantwortung. Ihre Empathie und der Zugriff auf ihre persönlichen Ressourcen sind von Bedeutung für den Erfolg ihrer Arbeit. Im Alltag bleibt häufig wenig Zeit für die Selbstreflexion, die innere Neuorientierung und die Regeneration. Dieses Seminar soll helfen achtsam auf sich selbst zu schauen und Ideen zu entwickeln, wie der eigene ehrenamtliche Einsatz in Zukunft aussehen soll.
Es richtet sich an Menschen, die sich engagiert für andere einsetzen und sich Zeit nehmen wollen einmal durchzuatmen und ihren ehrenamtlichen Einsatz zu reflektieren. Neben Austausch und Impulsen, werden auch Techniken vorgestellt, die im Alltag helfen sollen Kraft zu schöpfen. Diese Veranstaltung eignet sich auch als Anerkennung, für diejenigen, die sich in ihrer Gemeinde engagieren und eine kleine Atempause verdient haben.

Weitere Informationen im Programmflyer

Zur Anmeldung

Kirche als Unternehmen


Dienstgeber, Dienstnehmer, Dienstgemeinschaft?

03. - 04. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Ist das Konzept der Dienstgemeinschaft angesichts der grundlegenden Veränderungen in der Sozialwirtschaft noch tragfähig? Können die zum Teil divergierenden Anliegen von unternehmerischer Diakonie und verfasster Kirche noch gemeinsam bearbeitet werden? Gelingen Kommunikation und Kooperation zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern so, wie es im Begriff der Dienstgemeinschaft angelegt ist?

Bei der Tagung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des kirchlichen Arbeitsrechts betrachtet und die Entwicklungen beim Thema Dritter Weg auch in anderen Landeskirchen beleuchtet.

Weitere Informationen und Anmeldung

Religionsbeschimpfung


Christliche und muslimische Beiträge zur Blasphemiedebatte

07. - 08. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Mohammed-Karikaturen, Operninszenierungen, Koranverbrennungen - die Anlässe für Streit um die Reichweite und die Grenzen von Meinungs- und Pressefreiheit und den Respekt vor Religion(en) sind vielfältig. Dabei geht es nicht nur um die eklatanten Provokationen und teilweise unverantwortliche mediale Inszenierungen, sondern im Kern um zentrale Fragen des respektvollen Zusammenlebens in der pluralen Gesellschaft.
Die Tagung bietet Informationen, Analysen und Positionen aus fachkundiger Sicht. Rechtliche, theologische und sozialwissenschaftliche Impulse von christlichen und muslimischen Referentinnen und Referenten laden ein zur Diskussion über einen respektvollen Umgang in einem Staat ein, der gläubige und nichtgläubige Bürger vereint.
Die Evangelische Akademie Villigst, die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen und das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück laden ein zu dieser christlich-muslimischen Dialog-Tagung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Fremde im Konfliktfeld der Emotionen


Sind wir zu Fremdenfeindlichkeit verurteilt?
Evolution - Soziobiologie – Neurobiologie (Gehirnforschung) - Theologie

11. - 13. November 2016
Haus Villigst, Schwerte

Die Rolle der Emotionen wird in vielen Lebensbereichen unterschätzt. Für eine an Aufklärung, Vernunft und Moral orientierte Einstellung wird ihr Einfluss oft als Mangel empfunden. Doch eine Neubewertung der Emotionen ist im Gange. So sprechen bspw. Soziologen von einer „Gesellschaft der Angst“ und untersuchen das Phänomen der Stimmungen (Bude). In Neurobiologie und Gehirnforschung werden die emotionalen Bindungen und Muster untersucht.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ökofair einkaufen in Kirchengemeinden


Hintergründe und Arbeitsschritte zur Ökofairen Gemeinde

Energetisches Sanieren in Kirchengemeinden
Knowhow und Kriterien für die Investitionsentscheidung

12. November 2016
Haus der Begegnung, Gütersloh

Die christlichen Kirchen in Deutschland sind nach der öffentlichen Hand der zweitgrößte Einkäufer und Beschaffer und somit „großer Player“ am Markt. Daraus erwächst die Verpflichtung, verantwortliche Kaufentscheidungen zu treffen. Produkte und Dienstleistungen nach ökologischen und fairen Kriterien auszuwählen, leistet somit einen Beitrag zum Schutz von Mensch und Klima.
Im Seminar wird der systematische Ansatz von „Zukunft einkaufen“ vorgestellt (www.zukunft-einkaufen.de). Den Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden aber vor allem gelungene Beispiele für eine Umstellung der Beschaffung in kirchlichen und kommunalen Einrichtungen vorgestellt.

Weitere Informationen und Anmeldung

Die Guten ins Töpfchen - die Schlechten ins Kröpfchen


Asylpolitisches Forum 2016

02. - 04. Dezember 2016
Haus Villigst, Schwerte

Auch in diesem Jahr haben mehrere hunderttausend Flüchtlinge in Deutschland Schutz vor Krieg, Terror und Verfolgung gesucht. Zugleich ist die Bearbeitung der Asylanträge der Flüchtlinge aus dem letzten Jahr noch lange nicht abgeschlossen. Bundes- wie Landespolitik haben auf diese Herausforderung vor allem mit enormen Verschärfungen des Asyl- und des Aufenthaltsrechtes reagiert. Sogenannte „Asylpakete“ und das Bundesintegrationsgesetz schränken die Rechte der Schutzsuchenden ein und nehmen vielen von ihnen die Hoffnung auf eine echte Bleibeperspektive in Deutschland.

Mitveranstalter sind Amnesty International, PRO ASYL, Flüchtlingsrat NRW, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und die BAG Asyl in der Kirche.

Informationen und Anmeldung

Klosterwochenende zum Jahresbeginn


06. - 08. Januar 2017
Stift Börstel, Osnabrück

Der Jahreswechsel lädt dazu ein, das Tempo zu verlangsamen, Rückschau zu halten und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.
Was habe ich im zurückliegenden Jahr erlebt? Was hat sich verändert? Und: Mit welcher inneren Haltung gehe ich in die neue Zeit?
Das Wochenende bietet Gelegenheit, über diese Fragen nachzudenken, neue Impulse aufzunehmen und die eigene Rolle als Frau oder Mann zu reflektieren.
In der klösterlichen Umgebung wird sowohl Zeit sein für gemeinsame Gespräche als auch für Stille, Yoga, Wandern und Gebet.

Die Leitung haben Nicole Richter aus dem Frauenreferat und Landesmännerpfarrer Martin Treichel.
Weitere Informationen unter 02304 755 230

Personalia

Dorothee Albrecht zurück im Team der Klimaschutzagentur


Nach gut einem Jahr der Elternzeit freuen wir uns, dass Dorothee Albrecht die Arbeit der Klimaschutzagentur wieder verstärkt. Mit ihr zusammen sind Sabine Jellinghaus und Hans-Jürgen Hörner Ihr/e Ansprechpartner/in für den aktiven Klimaschutz in Kirchengemeinden.

Kontakt zu Dorothee Albrecht:
Tel.: 02304 755 337
dorothee.albrecht@kircheundgesellschaft.de

Neue Mitarbeiterin im IKG


 

Am 5. Oktober hat Sarah Wittfeld ihren Dienst im IKG in der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit aufgenommen.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

Nicole Richter im Vorstand des Landesausschusses Westfalen


Der Landesausschuss Westfalen des Deutschen Evangelischen Kirchentages hat einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Vorstand. Hans-Werner Ludwig wurde als neuer Vorsitzender gewählt. Er ist leitender Jugendreferent des Kirchenkreises Hattingen-Witten und seit mehr als 25 Jahren im Landesausschuss und beim Kirchentag aktiv. Zum neuen Vorstand des Landesausschusses gehören Pfarrer Ernst Pallmann, Bad Oeynhausen, Anja Hillebrand, Regionalleitung Bethel-Süd, und Nicole Richter, Leiterin des Frauenreferates im Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW.

Weitere Informationen

Publikationen

Frauen. Männer. Perspektiven


Sonderseiten in UK: Magazin EINS* startet durch

„Frauen. Männer. Perspektiven“ ist das Thema einer neuen Publikation im Raum der Evangelischen Kirche von Westfalen. Dreimal im Jahr soll das Magazin mit dem Titel EINS* (gesprochen: „Eins mit Sternchen“) erscheinen, und zwar als Sonderseiten der Evangelischen Zeitung „UK – Unsere Kirche“.
Herausgeber ist der Evangelische Presseverband für Westfalen und Lippe in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat und der Männerarbeit im Institut für Kirche und Gesellschaft in der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. mehr ...

Miteinander 2017 – Juden Christen Muslime


Der vom Institut für Kirche und Gesellschaft in Schwerte herausgegebene interreligiöse Kalender „Miteinander 2017 – Juden Christen Muslime“ ist im September erschienen. Wie in den Vorjahren ist er von einem interreligiösen Redaktionsteam um Ralf Lange-Sonntag, Studienleiter im Institut für Kirche und Gesellschaft und Referent der EKvW für Fragen des christlich-islamischen Dialogs, erarbeitet worden. mehr ...

Der interreligiöse Kalender ist beim Luther-Verlag in Bielefeld erschienen und kann direkt beim Verlag, beim Institut für Kirche und Gesellschaft (ralf.lange-sonntag@kircheundgesellschaft.de) oder im Buchhandel bestellt werden.
Institut für Kirche und Gesellschaft (Hg.): Miteinander 2017. Juden – Christen – Muslime, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-7858-0681-4, € 9,90

Ein Weggeleit


Weggeleit 2017 - jetzt bestellen

Das Andachtsheft "Weggeleit 2017" wird Anfang November erscheinen. Es enthält Auslegungen zu den Monatssprüchen und dazu passende Texte und Bilder. Damit eignet es sich für Andachten in Gemeindegruppen, aber auch als Geschenk als persönlicher Begleiter durchs Jahr - als Weggeleit 2017 eben. Mit zahlreichen Auslegungen bietet es einen Ausschnitt der Vielfalt von Zugängen zu Monatssprüchen. Lassen Sie sich überraschen.

Für € 1,80 pro Exemplar (zzgl. Versand) können Sie das Weggeleit 2017 bestellen.


Ulrike Neuhaus
Institut für Kirche und Gesellschaft
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Fon 02304 755 331
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Die neue "Männerarbeit aktuell" finden Sie hier als Download. 

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