Newsletter Oktober 2017

Inhaltsverzeichnis

Editorial


Lieber Leserin, lieber Leser,

das Ergebnis der Bundestagswahl zeigt, was viele befürchtet haben. Zum ersten Mal seit über 60 Jahren sitzt eine Partei im deutschen Parlament, die mehr oder minder offen rassistisches und rechtsextremes Gedankengut verbreitet. Es ist zu befürchten, dass die AfD auch auf bundespolitischer Bühne versuchen wird, ein Klima der Diskriminierung und Ausgrenzung in unsere Gesellschaft zu tragen: mit kalkulierten Tabubrüchen und dem Überschreiten roter Linien.
Die Partei in ihrem Tun zu ignorieren, wäre ein großer Fehler. Alle Versuche unsere demokratische Kultur zu untergraben, müssen unterbunden werden. Helfen kann hier nur der klare, sachliche Widerspruch. Als Institut für Kirche und Gesellschaft werden wir unmissverständlich deutlich machen: Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind in keiner Weise mit unserer Demokratie und unserem Glauben vereinbar.
Das Wahlergebnis hat auch gezeigt, wie dringlich die Selbstreflexion aller demokratischen Parteien ist. Wir brauchen angesichts der großen Herausforderungen, die zu bewältigen sind, eine sachliche und gleichzeitig profilierte Auseinandersetzung über den zukünftigen Kurs unserer Gesellschaft. Dazu gehört, den Menschen, die unter den Auswirkungen der sozialen Spaltung leiden und sich um ihre Zukunft sorgen, zuzuhören und sie – wo immer möglich - an der Entwicklung und Umsetzung von Lösungsstrategien zu beteiligen. Dazu gehören Anstrengungen zur Integration aller Benachteiligten - Schutzsuchenden wie Hiesigen-, ein Bildungssystem, das jeder und jedem gleiche Chancen eröffnet, eine gerechte Steuerpolitik, neue Arbeits- und Beschäftigungsmodelle sowie das Bemühen um eine nachhaltige, dem Leben dienende Entwicklung, weltweit, zum Beispiel durch eine klimagerechte Energiepolitik.
Wir brauchen an vielen Orten und allen politischen Ebenen „Freiräume“, in denen Menschen ermutigt werden, offen über ihre Ängste und Zukunftssorgen zu reden. Wir brauchen Räume, in denen Probleme sachlich aus unterschiedlichen Perspektiven und Interessenzusammenhängen analysiert werden und in denen konstruktiv mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern um Strategien gestritten und nach demokratischen und im Wortsinne „nachhaltigen“ Lösungen gesucht wird. Hier sehe ich unter anderem eine wichtige Aufgabe von Kirchengemeinden im Quartier, von Evangelischen Akademien oder auch kirchlichen Projekten, die beispielsweise eine partizipative Entwicklung eines benachteiligten Stadtteils zum Ziel haben.
Anknüpfen können wir an das vielfältige kirchliche Engagement gegen soziale Spaltung und Ausgrenzung etwa in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie der Quartiers- und Gemeinwesenarbeit. Die Botschaft des Evangeliums von der von Gott  geschenkten Versöhnung ist eminent politisch. Sie ruft alle Menschen auf den Weg der Friedens und der Versöhnung. Sie nimmt uns in die (Mit-)verantwortung für die politische Kultur unseres Landes und für die menschenwürdige Gestaltung unseres Gemeinwesens. Mit Tagungen und Projekten wollen wir unseren Beitrag dazu leisten. Daran mitzuwirken lade ich Sie herzlich ein.

Ihr Klaus Breyer
Institutsleiter

P.S.: Als anregende Hintergrund-Lektüre zur aktuellen politische Lage und zum gesellschaftlichen Engagement der Kirchen empfehle ich "Konsens und Konflikt – Politik braucht Auseinandersetzung. Zehn Impulse der Kammer für Öffentliche Verantwortung zu aktuellen Herausforderungen der Demokratie in Deutschland“.

Das IKG und Facebook


Das Institut für Kirche und Gesellschaft gibt es ab sofort auch auf Facebook. Auch dort möchten wir Sie mit Neuigkeiten über unsere Arbeit, Veranstaltungen, Initiativen und Projekte informieren.

Schauen Sie doch mal rein! Wir freuen uns über Ihre Likes und Kommentare und natürlich jedes Teilen unserer Beiträge.

"Einfach frei"


Das 500ste Jahr der Reformation, ja, eine ganze Reformationsdekade, geht zu Ende. Überzogene Erwartungen, man könne die Reformation als Großveranstaltung des 21. Jahrhunderts irgendwie neu inszenieren, blieben voraussehbar unerfüllt.
Andere fragen sich vielleicht: Fällt unsere Kirche nun nach all den Dekadejahren und Feierlichkeiten in ein Loch? Ist jetzt die Luft heraus?
Es scheint mir wichtig, nicht schnell zur Tagesordnung über zu gehen und die „Akte 500 Jahre Reformation“ späteren Generationen von (Kirchen-)historiker*innen zu überlassen. mehr ...

Festakt im NRW-Landtag würdigt Wirkung der Reformation


Motor der Freiheit und Grundlage moderner Gesellschaft: Staat und Kirchen erinnern im Düsseldorfer Landtag gemeinsam an die Bedeutung der Reformation vor 500 Jahren. Ministerpräsident Laschet ruft zu Dialog und Toleranz auf.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Bedeutung der Reformation für die Entstehung der modernen Gesellschaft und das heutige Zusammenleben gewürdigt. Christen wie Nichtchristen hätten der Reformation viel zu verdanken, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstagabend in einem Festakt im Düsseldorfer Landtag zum 500. Jubiläum der Reformation. Nach den Worten von Landtagspräsident André Kuper (CDU)gehört die Kirche mitten in die Gesellschaft, sie habe daher auch im Parlament als dem Herzstück der Demokratie ein Zuhause. mehr ...

Weltausstellung in Wittenberg


Eindrücke der Themenwoche "Familie, Lebensformen und Gender"

Es war ein weiter Weg aus Westfalen nach Wittenberg – aber dass er sich gelohnt hat, darüber herrschte Einigkeit unter den Teilnehmer*innen, die im Rahmen des Pastoralkollegs zu der Themenwoche  „Familie, Lebensformen und Gender“ in die Lutherstadt gereist waren. Während der sechs Tage besuchten sie verschiedene Veranstaltungen, darunter Bibelarbeiten und Diskussionsrunden zu Geschlechterpolitik, Filmabende in der Evangelischen Akademie, den Vater-Kind-Aktionstag und den großen Frauenfesttag mit mehreren hundert Besucherinnen. Unter dem Motto „Hier stehen wir" versammelten sich am 12. August ca. 120 Pastorinnen zu einem Frauenfesttag in Wittenberg. mehr ...

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der EKD tagten in Dortmund


Vom 25. bis 27.09.2017 tagte die Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der EKD in Dortmund. Auf ihrer Tagesordnung stand neben dem Austausch und der Arbeit an übergreifenden Gleichstellungsprojekten auch der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Dr. Regina Frey, Leiterin der Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, stellte die Ergebnisse vor.
Am Mittwochvormittag sprach Vizepräsident Albert Henz mit den Fachfrauen und -männern über Gleichstellungs-, Frauen- und Genderpolitik unter den gegebenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Darüber hinaus informierten sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten auch über Dortmund und verschafften sich einen Überblick über die Stadt vom St. Reinolditurm - in freudiger Erwartung auf den nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund zu Gast sein wird.

Frauenarbeit als eine Art Netzwerktätigkeit


Festgottesdienst zum 25-jährigen Jubiläum des Frauenreferates im Evangelischen Kirchenkreis Unna

Mit reichlich Netzen war der Festgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Unna gespickt, denn Frauenarbeit sei auch eine Art Netzwerkarbeit, wie Dr. Gisela Matthiae verkündete. Zum Festgottesdienst anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Frauenreferates im Evangelischen Kirchenkreis Unna waren die Gäste aus Nah und Fern zusammen gekommen. Da ging es nicht nur im Wort um die vielen Netze, die die Menschen im Leben begleiten, sondern einige Netze wurden auch ganz praktisch eingesetzt. mehr ...

Gewünscht: Aktive und präsente Väter


Männerarbeit bildet Trainer von Vater-Kind-Angeboten aus

Sie wollen aktiv und präsent sein und ihre Erziehungsverantwortung wahrnehmen. Die „sanfte Revolution“ der Väter hat Folgen. Die Väter suchen nach Unterstützung, um ihre Rolle qualifiziert auszufüllen, sie wollen den Austausch mit anderen und praktische Anregungen, um die Beziehung mit ihren Kindern zu gestalten. Einrichtungen wie Familienzentren und Familienbildungsstätten suchen dafür nach geeigneten Trainern. mehr ...

Bioethik im Diskurs


In Kooperation mit dem Alfried Krupp-Schülerlabor fand im September die Summer School "Bioethik im Diskurs" statt.

Vom 21. bis 22. September befassten sich etwa 100 Schülerinnen und Schüler von sechs Schulen intensiv mit bioethischen Fragestellungen.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, die von Dr. Gudrun Kordecki moderiert wurde.

Wann übernehmen die Maschinen?


Intelligente Roboter – Simulation des Menschen?

Tagung der Evangelischen Akademie Villigst
in Kooperation mit dem Arbeitskreis Naturwissenschaft und Theologie

Die Tagung Anfang Oktober stellte sich der Frage, ob in Zeiten Künstlicher Intelligenz (KI), Robotik und virtueller Agenten unser in humanistischer, anthropologischer und theologischer Tradition stehendes Menschenbild überholt ist, und ob es gilt, dieses bewusst zu verteidigen. Prof. Dr. Klaus Mainzer entwarf in seinem Einführungsvortrag ein umfassendes Bild der Grundlagen von der Evolution und Innovation moderner KI und heutiger digitaler Netzwerke. Dabei beschrieb er die Ähnlichkeiten neuronaler biologischer Netze, wie dem des Gehirns, mit denen der heutigen KI. mehr ...

Jahreskonferenz Oikosnet


Plattform der Begegnung auf europäischer Ebene

Gesellschaften von heute und insbesondere die Kirchen brauchen Plattformen der Begegnung und des Diskurses für den Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen – gerade auch auf europäischer Ebene. Diese zu schaffen und zu ermöglichen, dazu hat sich Oikosnet Europa verpflichtet. Anfang September trafen sich die VertreterInnen zur Jahreskonferenz.
"Die digitale Revolution und ihre Kinder" war das Thema des Studientages auf der diesjährigen Jahrestagung - ein Thema, das Oikosnet-Mitglieder auf dem ganzen Kontinent betrifft und lebendig diskutiert wurde. Daneben tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre Arbeitsschwerpunkte des vergangenen und kommenden Jahrs aus. Dabei gehört(e) bei fast allen Einrichtungen das Thema Flucht, Migration und Integration dazu. Am letzten Tag der Konferenz fand die Wahl des neuen Präsidenten statt: Gewählt wurde  Walter Lüssi, Generalsekretär der Reformierten Kirche des Kantons Zürich und Präsident von PlusBildung (Ökumenische Bildungslandschaft Schweiz). Nähere Informationen dazu gibt es in der Presseerklärung von Oikosnet.
Oikosnet Europa ist der Zusammenschluss von 40 christlichen Akademien und Laienzentren in Europa. In ihm kommen Vertreterinnen und Vertreter aus den reformatorischen Kirchen sowie aus der römisch-katholischen und orthodoxen Tradition aus 18 Ländern zusammen. Gemeinsame Projekte befassten sich in den vergangenen Jahren vor allem mit Fragen von Religion und Demokratie, sozialen Entwicklungen, ökumenischer Bildung und Ausbildung, Nachhaltigkeit, Migration und Geschlechtergerechtigkeit.

Größtes Divestment aller Zeiten


Katholische Institutionen kündigen größtes Divestment aller Zeiten an
40 Institutionen einschließlich einer deutschen katholischen Bank und der Heimat Franz von Assisis sind dabei

Ein Zusammenschluss 40 katholischer Institutionen hat bekanntgegeben, seine Gelder aus Kohle, Öl und Gas abzuziehen. Es handelt sich um die bisher größte gemeinsame Divestment-Bekanntmachung  katholischer Organisationen. Die Institutionen sind über fünf Kontinente verteilt und stammen aus unterschiedlichsten Bereichen, von einer heiligen Stätte über den Finanzbereich bis hin zu weiteren kirchlichen Einrichtungen.
Die katholischen Institutionen haben sich entschieden, fossile Brennstoffkonzerne nicht weiter zu unterstützen, weil ihnen der Umweltschutz ein gemeinsames Anliegen ist und sie sich mit finanzieller Weitsicht auf eine CO2-neutrale Wirtschaft vorbereiten wollen. mehr ...

Liste der deinvestierenden Institutionen einschließlich weiterer Ressourcen

Infografik und Karte in Originalgröße sind hier abrufbar

"… dem Frieden der Welt zu dienen"


Ein Diskursprojekt der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD)

Um Deutschlands Rolle in der Welt wird gerungen. Die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik muss sich angesichts der aktuellen Krisen, angesichts massiv gestiegener Fluchtbewegungen und terroristischer Angriffe neuen, strategisch-politischen Fragen stellen. Gefragt ist auch auf europäischer Ebene eine Strategie, die konsequent die zivilen Mittel der Krisenprävention und Konfliktbearbeitung einsetzt und die militärische Intervention auf den äußersten Fall beschränkt. Die Politik setzt dabei verstärkt auf partizipative Prozesse mit der Zivilgesellschaft (Weißbuch 2016 und PeaceLab 2016-2017).
Die Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) setzen im fünften Jahr ihr erfolgreiches Diskursprojekt fort, in dem sowohl die friedensethischen Diskurse innerhalb der Kirchen als auch die internationalen außen- und sicherheitspolitischen Debatten systematisch angegangen werden. Der Anspruch, konkurrierende Politikziele zu einem kohärenten friedenspolitischen Leitbild zusammenzuführen, bedarf des intensiven politischen, fachlichen und öffentlichen Diskurses.
Im Frühjahr 2018 ist die nächste Zwischenbilanz des Netzwerkprojektes vorgesehen. Ein Beitrag dazu ist das Abendforum am 20. Februar 2018, das in der Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte stattfinden wird. „Frieden in der Krise“: Die Berechenbarkeit internationaler Akteure, die Grundlagen ihres Handelns, ihre Normen, Werte und Interessen stehen dabei im Mittelpunkt der Beiträge und Diskussionen. Eine Fortführung des Projektes über 2018 hinaus ist in Vorbereitung.

Weitere Informationen zum Projekt sowie den laufenden und geplanten Veranstaltungen finden Sie unter: www.evangelische-akademien.de

Für einen Sozialen Arbeitsmarkt für Nordrhein-Westfalen!



Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nordrhein-Westfalen und das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe haben gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche im Rheinland einen Appell verfasst.

Lesen Sie hier mehr ...

Armut von Kindern und Familien in Deutschland darf nicht sein


Positionspapier der Evangelischen Kirche von Westfalen

Über 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland in Familien, die von Einkommensarmut betroffen sind. NRW weist eine Kinderarmutsquote von über 20% auf.
Die Evangelische Kirche von Westfalen und die Diakonie fordern eine umfassende Bekämpfung von materieller und immaterieller Armut und eine Verbesserung der Chancengerechtigkeit.

Lesen Sie dazu den Beschluss der Kirchenleitung.

Tipps und Termine

Demonstration zur Weltklimakonferenz


4. November 2017, 12.00 Uhr
Bonn, Münsterplatz

Die Weltklimakonferenz findet in diesem Jahr in Bonn statt, nur wenige Kilometer entfernt von Europas größter CO2-Quelle, dem Braunkohlerevier im Rheinland. Dies nehmen die Klima-Allianz und andere Bündnisse sowie NROs zum Anlass, klima- und energiepolitische Forderungen – insbesondere an die neue Bundesregierung – mit einer großen, bunten Demonstration auf die Straße zu tragen: Für einen schnellen und sozialverträglichen Kohleausstieg und eine entschlossene und gerechte Klimapolitik.
Kommen Sie am 4. November nach Bonn und bringen Sie Freund*innen und Familie mit – auf dass wir viele und unsere Forderungen unüberhörbar werden: KLIMA SCHÜTZEN – KOHLE STOPPEN!

Informationen sowie Materialien (Handzettel, Plakate) unter: http://www.klima-kohle-demo.de/

Neben der Großdemonstration am 4. November werden unter anderem die Conference of Youth (02.-04.11.2017) und der People‘s Climate Summit (03.-07.11.2017) stattfinden. Zentrale Anlaufstelle für Informationen zu den geplanten Aktivitäten und zur Logistik in Bonn ist die Webseite www.climate-protest-bonn.org auf Deutsch und Englisch. Neben Informationen zu geplanten Großereignissen, gibt es dort auch einen Eventkalender, in den Veranstaltungen in Bonn eingetragen werden können und eine Bettenbörse für Schlafplatzsuchende aus aller Welt. Für Freiwillige, die selbst aktiv werden möchten gibt es die Freiwilligenbörse.

Für alle Jugendlichen, die am 4.11.2017 nicht in Bonn sein können:

Jugendklimaaktionstag (Climate Action Day)
4. November 2017

Der Climate Action Day ist eine weltweite Bewegung junger Menschen, denen Klimawandel und globale Ungerechtigkeit nicht egal sind. Beim 6. Climate Action Day am 04. November 2017 setzen sich junge Menschen aus Afrika, Asien und Europa aktiv für den Klimaschutz ein und tauschen sich über das Internet zu ihrem Engagement aus. In den vergangenen Jahren sind tolle Aktionen im Rahmen des Jugendklimaaktionstages entstanden: Ein Konzert für den Klimaschutz in Medan (Indonesien), eine Müllsammelaktion in Lushoto (Tansania)  oder ein Fairer Weihnachtsmarkt in Bielefeld. Das schöne ist: Jeder kann bei sich vor Ort mitmachen und Teil dieser weltweiten Bewegung sein und sich aktiv für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen: Ob alleine, mit Freunden, dem Verein oder Jugendgruppe. Der Fantasie sind bei der Planung der Aktionen keine Grenzen gesetzt.
Der Jugendklimaaktionstag wird jedes Jahr von der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), dem Amt für Jugendarbeit der EKvW, dem Eine Welt Netz NRW e.V. und dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EKvW veranstaltet. Mehr auf: www.facebook.com/climateactionday oder www.climateactionday.de

Kirchen und Klima


Veranstaltungen zur UN-Klimakonferenz COP 23

6. - 17. November 2017
Bonn

Zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn hat sich ein breites Bündnis evangelischer und katholischer Partner zusammengeschlossen, um einen kirchlichen Beitrag zu diesem Thema zu gestalten. Die drastische Verminderung der Treibhausgas-Emissionen weltweit wird entscheidend sein für das zukünftige Leben der Menschen auf dieser Erde.
Doch die Herausforderungen, die es dafür in wirtschaftlichen, industriellen und gesellschaftlichen Feldern zu bewältigen gilt, sind weiterhin groß. In Workshops, Seminaren und Vorträgen wird dem Klimaschutz und den heute schon spürbaren Folgen des Klimawandels nachgegangen. Ebenso stehen Gottesdienste und weitere spirituelle Angebote allen Menschen in Bonn und allen Beteiligten an der Weltklimakonferenz offen.

Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen

Bildung und Politik im Ausverkauf


Ist die Ökonomisierung unserer Gesellschaft
unaufhaltsam?

10. November 2017
Haus Villigst, Schwerte

Wettbewerbsorientierung und Profitstreben, Effizienz und Effektivität, Kontrolle und Optimierung - diese und andere Imperative der Marktwirtschaft spielen nicht mehr nur in der Privatwirtschaft eine Rolle, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen wie Bildung und Politik. So steht staatliches Handeln heute zunehmend unter einem Effizienzgebot, mit dem beispielsweise das "Outsourcing" staatlicher Aufgaben an Unternehmen begründet wird. Bildung wird derweil vermehrt als Erziehungs- und Ausbildungsinvestition gesehen, für die kritisches Denken und kluge (Selbst-) Reflexion eine untergeordnete Rolle spielen. Wie verändert diese ökonomische Logik und Sprache unsere Gesellschaft, welche Auswirkungen hat sie auf Politik, Daseinsvorsorge, Bildung, Kultur und Soziales? Welche Strategien und Konzepte gibt es, die alternative Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, welche nicht ausschließlich die Wirtschaft betreffen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich unsere Tagung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Feministische Strategien gegen Rechts


Aktiv für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt

21. November 2017, 18.30-21.00 Uhr
Reinoldinum
Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

Um den Begriff "Gender" ist es laut geworden. Seit einiger Zeit wird er von verschiedenen Seiten schrill attackiert. Was verbirgt sich geschlechterpolitisch hinter diesen Angriffen? Wo kommen sie - nur scheinbar plötzlich! - her? Wie genau "argumentieren" die Anti-Gender-Kräfte? Und vor allem: Wie lässt sich klug auf sie reagieren?
Im Rahmen eines Dortmunder Lila Salons referiert Ruth Heß, Theologische Referentin am Evangelischen Zentrum Frauen und Männer gGmbH Hannover, über neue Strategien gegen Rechts.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Programmflyer.

Herausforderung Reproduktionsmedizin


Die Orientierungshilfe der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

23. November 2017
Haus Villigst, Schwerte

Die Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin machen weltweit große Fortschritte und fordern die Gesellschaft heraus zu klären, mit welchen Vorstellungen von Fortpflanzung, Elternschaft und Familie sie zukünftig leben will. Wie ist z.B. die Möglichkeit von mehr als zwei biologischen Eltern zu bewerten oder welche genetischen Veränderungen dürfen späteren Generationen zugemutet werden? Wie weit geht die Autonomie von Eltern und welche Rechte haben zukünftige Kinder? Wo gibt es Interessenskollisionen und wie könnten Ausgleiche aussehen? Diesen komplexen ethischen Fragen hat sich die Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gestellt - mit einem frischen neuen Blick auf die Chancen wie auch Schwierigkeiten der Entwicklung.

Weitere Informationen und Anmeldung

Auf dem Weg zu einer neuen Afghanistan-Politik


Realitäten - Verantwortungen - Strategien

24. - 26. November 2017
Haus Villigst, Schwerte

Vom 24. bis 26. November findet in Haus Villigst die 31. Villigster Afghanistan-Tagung statt. In diesem Jahr wird hochrangiger Besuch, Hamid Karzai, von 2001 bis 2014 Präsident Afghanistans, erwartet.
Afghanistan ist im Jahr 2017 mehr denn je ein "unsicheres" Land: Die anhaltende Krise der Regierung unter Präsident Ghani, die jährlichen Höchstzahlen ziviler Opfer und insbesondere die Folgen zehntausender Geflüchteter und Rückkehrender (aus Pakistan und Iran) lassen die Zukunftsaussichten für die Menschen in dem seit fast 40 Jahren unter einem Kriegszustand leidenden Land düster erscheinen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Ein Mann, ein Sarg


Ein Männerseminar über das Leben und den Tod

16. - 18. Februar 2018
Haus Villigst, Schwerte

Ein Wochenende unter Männern, um über das Sterben ins Gespräch zu kommen - und über das Leben davor.
Männer, so heißt es, setzen sich nicht gerne mit dem Thema Tod auseinander. Es widerspreche ihrem Anspruch, am liebsten alles im Griff haben zu wollen. Mit diesem Seminar wollen wir bewusst einen anderen Akzent setzen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Fernstudium Theologie


Zweiter Durchgang startet im März 2018 

Der erste Durchgang des Fernstudiums Theologie – Aktuell. Kontextuell. Geschlechterbewusst. steht kurz vor seinem Abschluss.

Momentan bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den letzten der sieben Studienbriefe zum Thema „Ethik“. Am 10. und 11. November trifft sich die Gesamtgruppe in Haus Nordhelle zur letzten Seminareinheit des ersten Durchgangs. mehr ...

Weitere Informationen im Programmflyer 2018/2019

Personalia

Klaus Breyer wurde in den Vorstand der EAD gewählt


Pfarrer Klaus Breyer, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, wurde in den Vorstand des Dachverbandes der 17 Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) gewählt. Insgesamt arbeiten an 18 Standorten über 140 Studienleiterinnen und Studienleitern im Netzwerk der Evangelischen Akademien. Aufgabe des Verbandes mit Sitz in Berlin ist die politische Vertretung der Akademien auf Bundesebene, die Unterstützung ihrer bundesweiten Netzwerkarbeit sowie die Entwicklung von Akademie übergreifenden, interdisziplinären Projekten.

„Ich freue mich sehr über diese verantwortungsvolle Aufgabe. Die Evangelischen Akademien gehören seit ihrer Gründung zur „Innenausstattung der demokratischen Kultur“ in Deutschland. Unsere  Demokratie leidet heute nicht nur unter ihren Verächtern sondern auch unter jenen, die ihr gleichgültig gegenüber stehen. Wir brauchen eine neue Leidenschaft für den politischen Diskurs, für den konstruktiven Streit über gangbare Wege in eine nachhaltige Zukunft, auf denen keiner und keine zurückgelassen wird. Die Evangelischen Akademien sind wichtige Orte dafür! Ich freue mich, unsere  Villigster Erfahrungen in die Arbeit der EAD besonders bei der Entwicklung neuer Netzwerkprojekte einzubringen und hoffe auch, die bundespolitischen Kontakte für unsere Arbeit in NRW zu stärken.“, so Klaus Breyer.

Christian Schütz zu seinem Eintritt ins Institut


Dr. Christian Schütz stammt aus Rostock und studierte an der Universität Regensburg Biologie. Anschließend promovierte er am Institut für Innere Medizin des Universitätsklinikums Regensburg zu Immuntherapien bei Behandlung von Autoimmunkrankheiten. Nach einer kurzen Zeit als wissenschaftlicher Assistent, ging er als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an die Johns-Hopkins-School of Medicine in Baltimore, USA. Drei Jahre später wechselte er an das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel bei Frankfurt und etablierte dort seine eigene Forschergruppe zur Tumor- und Autoimmuntherapie. Seit Mitte September ist Christian Schütz wissenschaftlicher Referent und Studienleiter zum Thema Naturwissenschaft-Technik-Ethik-Gesellschaft an der Evangelischen Akademie Villigst. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Dortmund. mehr ...

Publikationen


In der neuen Ausgabe der "Männerarbeit aktuell" finden Sie interessante Artikel rund um die Aktivitäten der Männerarbeit auf Landes- und regionaler Ebene und Ankündigungen zu zukünftigen Veranstaltungen.

Sie haben Interesse, mehr zu lesen?
Die "Männerarbeit aktuell" finden Sie hier als Download. 

In Papierform bestellen können Sie die Ausgabe bei:
Birgit Olschowka
Fon: 02304/755 371
E-Mail schreiben

Ein Weggeleit


Weggeleit 2018 - jetzt bestellen

Das Andachtsheft "Weggeleit 2018" wird Anfang November erscheinen. Es enthält Auslegungen zu den Monatssprüchen und dazu passende Texte und Bilder. Damit eignet es sich für Andachten in Gemeindegruppen, aber auch als Geschenk als persönlicher Begleiter durchs Jahr. Mit zahlreichen Auslegungen bietet es einen Ausschnitt der Vielfalt von Zugängen zu Monatssprüchen. Lassen Sie sich überraschen.

Für 2,-- Euro pro Exemplar (zzgl. Versand) können Sie das Weggeleit 2018 bestellen.


Sarah Wittfeld
Institut für Kirche und Gesellschaft
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Fon 02304 755 346
E-Mail schreiben

Ende gut - alles gut?


Was das Reformationsjubiläum für die Vielfalt in der Kirche gebracht hat
UK Sonderseiten EINS*

Unter dem Titel EINS* Frauen. Männer. Perspektiven. sind in der neuen Ausgabe der UK Unsere Kirche wieder Sonderseiten zum Thema Geschlechtergerechtigkeit  zu lesen. Darin: ein Rückblick auf das Reformationsjubiläum und den Reformationssommer in Wittenberg unter der Genderlupe. Darüber hinaus finden Sie dort Interviews, Theologisches sowie wertvolle Tipps und Termine.

Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie hier

 
Institut für Kirche und Gesellschaft
der Evangelischen Kirche von Westfalen


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