Naturwissenschaft • Technik • Landwirtschaft

Wissenschaft und Technik sind Triebfedern unserer modernen Gesellschaft. Doch neben Faszination rufen diese auch Ängste hervor. Der Grad zwischen Chance und Risiko wird immer schmaler und die Korrektur eventueller Fehler zu einer immer größeren Herausforderung. Die Entscheidung zwischen der Unterlassungsschuld und der verletzten Führsorgepflicht für die Umwelt und uns selbst, dem Menschen, wird immer drängender.
Frei nach Francoise Rabelais: „Wissenschaft ohne Gewissen bedeutet den Untergang der Seele.“ ist es unser Anliegen den ethischen Herausforderungen aus diesem Spannungsfeld in einem kritischen, demokratischen und politischen Dialog zu begegnen. Das Verständnis zu fördern und den Prozess einer gesamtgesellschaftlichen Willensartikulation zur unterstützen.

Einsam Sterben in der Pandemie?

Hospiz und Palliativ zwischen gesundheitspolitischer Vorsorge, ethischer Verantwortung und praktizierter Solidarität

In Kooperation mit Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. und Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

08., 15., 22. und 29 Juni 2021 (je 19:00 -21.00 Uhr)

Die Coronapandemie hat unsere Gesellschaft tief erschüttert. Dies gilt auch für die Hospiz- und Palliativarbeit. Die Begleitung schwer kranker sterbender Menschen durch An- und Zugehörige, durch haupt- und ehrenamtlich Tätige, war und ist stark eingeschränkt - in der Häuslichkeit und in Krankenhäusern, in Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten und stationären Hospizarbeit.

Dieser Befund steht im Widerspruch zum Grundsatz der Hospizbewegung, demzufolge niemand allein sterben soll.

· Wie lassen sich menschliche Zuwendung und Fürsorge am Lebensende auf Distanz realisieren?

· Welche gesellschaftlichen, gesundheitspolitischen und ethischen Konfliktlinien und Weichenstellungen gilt es zu bedenken?

· Wie können Würde und Selbstbestimmung im Spannungsfeld von Lebensqualität und Infektionsschutz gewahrt und gestärkt werden?

An vier Abenden wird der Frage nachgegangen, wie auch in Zeiten der Coronakrise eine Begleitung gelingen kann, die sich an den körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnissen am Lebensende orientiert.

Wir laden haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Hospiz- und Palliativarbeit, in Verbänden, Initiativen und (Kirchen)gemeinden sowie Interessierte zur Teilnahme und zum Diskurs ein.

Hinweis: Die Teilnahme ist kostenlos und mit Ihrer einmaligen Anmeldung melden Sie sich automatisch für alle vier Abende an.

Zum Programm

Klimaneutrale Industrie in NRW – gesellschaftliche und ethische Herausforderungen.

28. Juni 2021 (09:00 -15.30 Uhr)

Klimaschutz gilt als eine der zentralen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Jeder gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereich ringt mit eigenen Anpassungsstrategien. Viele Wirtschaftszweige und stark ressourcenkonsumierende Bereiche wird die Transformation zur Klimaneutralität stark verändern. In NRW gilt das vor Allem für die Grundstoffindustrie. Zement, Stahl oder Chemieprodukte sind in unserem Leben allgegenwärtig und auch ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfung. Doch in diesen Bereichen werden heute große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt, die eng mit den Produktionsprozessen verbunden sind.

Das Wuppertal Institut untersucht in dem Forschungsprojekt SCI4climate.NRW in enger Zusammenarbeit mit Politik und Industrie wie eine klimaneutrale Grundstoffindustrie in NRW aussehen könnte und welche Wege dorthin gegangen werden könnten. Diese Forschungen konzentrieren sich vor allem auf mögliche Veränderungen von Industrieprozessen, Wertschöpfungsketten und Infrastrukturen innerhalb vorgegebener Systemgrenzen.

Die Evangelische Akademie Villigst lädt zusammen mit dem Wuppertal Institut zu einem Dialog ein, in dem gemeinsam neue Impulse für die weitere Forschungen zur klimaneutralen Grundstoffindustrie erarbeitet werden sollen. Ausgehend von den durch das Wuppertal Institut erstellten möglichen klimaneutralen Szenarien sollen gesellschaftspolitisch und ethisch relevante Fragen nach globaler Nachhaltigkeit im Sinne der SDGs, der Gewichtung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem sowie der Veränderung von Konsum- und Lebensstilwandel gemeinsam diskutiert werden. Dies ganz im Sinne des Ausgleichs der Ansprüche alle und unter Berücksichtigung aller gesellschaftlichen Handlungsspielräume.

Bringen Sie sich ein und definieren Sie mit, welche (globalen) gesellschaftlichen Entwicklungen die Transformation der Industrie maßgeblich beeinflussen sollen. Welches sind die Maxime, nach denen wir in einer Welt mit einer klimaneutralen Industrie leben wollen?

Zur Anmeldung und zum Programm

Dies ist eine online-ZOOM Veranstaltung (einen gültigen link erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung und spätestens am Tag vor der Veranstaltung).

Vergangene Veranstaltungen

  • 01. Juni 2021
    Künstliche Intelligenz - eine Gefahr für die Demokratie?
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 15. April 2021
    Villigst fragt nach: Billig ist nicht besser - versteckte Kosten von Lebensmitteln.
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 25. Februar 2021
    Villigst fragt nach: Impfstoffe gegen COVID19 wie sie aufgebaut sind und funktionieren
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 22. - 24. November 2019
    Fit in die Kiste - Altwerden heute
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 21. - 22. November 2019
    Hightech in der Landwirtschaft - Chancen und Risiken der Digitalisierung
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 12.-13. September 2019
    Keimbahneingriffe mit CRISPR/Cas - Zukunftsperspektive oder Irrweg?
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 17.-18. Mai 2019
    Genome Editing - Schaffen wir eine neue Natur?
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 14. März 2019
    Genome Editing - Züchtung der Zukunft?
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 22.- 24. Februar 2019
    Das „Summen“ des Waldes. Der Wald als Beispiel für nachhaltige  Entwicklung?
    Zur Dokumentation     Zum Programm     Presse
  • 05. Februar 2019
    Genome Editing – Noch Therapie oder schon Enhancement?
    Zur Dokumentation     Zum Programm
  • 22. - 23. November 2018
    Agrarpolitik ab 2021 – Landwirtschaft zwischen Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung
    Zur Dokumentation     Zum Programm     Presse
  • 19. - 21. Oktober 2018
    Mensch und Tier – Neues Verständnis – Andere Umgang Erkenntnisse und Konsequenzen aus der Forschung
    Zur Dokumentation     Zum Programm

Kontakt

Dr. Christian Schütz
02304/755-320
Mail schreiben

 

Auf Twitter folgen